Bad Fallingbostel: Änderung des Flächen- und Bebauungsplans für Klinikums-Standort

Voraussetzungen für Neubau geschaffen

Bad Fallingbostels Bürgermeisterin Karin Thorey.
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Bad Fallingbostels Bürgermeisterin Karin Thorey.

Bad Fallingbostel – Das ging ruckzuck über die Bühne. Nur wenige Minuten benötigte der Bau-, Umweltschutz- und Verkehrsausschuss der Stadt Bad Fallingbostel, um am Montagabend einmütig einer dringenden Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplanes für den Bereich „Helmskamp“ zuzustimmen. Wichtig darum, weil es sich um die Flächen handelt, auf denen möglicherweise das neue Heidekreis-Klinikum entstehen soll. In der jüngsten Kreistagssitzung hatten sich die Mitglieder mit großer Mehrheit für den Vorschlag F 4 bei Bad Fallingbostel ausgesprochen.

Mit dieser Änderung sollen, so die Stadt, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung des neuen zentralen Klinikums des Heidekreises am südwestlichen Rand der Kernstadt im Bereich der Flurbezeichnung „Helmskamp“ geschaffen werden. Die Änderung ist als Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung „Klinikum“ vorgesehen.

Die Fläche ist rund 17,3 Hektar groß und umfasst mehrere Ackerflächen zwischen der Kreisstraße (K 157, Walsroder Straße) im Nordwesten, der Bahnstrecke im Nordosten sowie der Bundesstraße (B 209, Düshorner Straße) im Südosten. Nach Westen schließen sich weitere Ackerflächen, Wald und das Grundstück Düshorner Straße 52 an. Ein Waldgrundstück sowie mehrere Gewerbe- und Hausgrundstücke zwischen Bahnstrecke und Bundesstraße bleiben ausgespart. Alle Flurstücke liegen in der Gemarkung Fallingbostel. Sie sind derzeit als Flächen für die Landwirtschaft im rechtswirksamen Flächennutzungsplan dargestellt.

Es gab nur wenige Wortmeldungen, in denen allerdings deutlich wurde, dass die Ratsmitglieder den Weg freimachen wollen für das neue Klinikum. Es sei von großem Interesse, die entsprechenden Voraussetzungen dafür zu schaffen, hieß es.

In einem Gespräch mit unserer Zeitung hat Fallingbostels Bürgermeisterin Karin Thorey ihre Freude darüber ausgedrückt, dass laut Gutachten F 4 der beste Standort für den Neubau ist. „Auch aus meiner Sicht ist dieser Standort optimal. Er kann von zwei Seiten angefahren werden, sowohl von der Bundesstraße als auch von der Kreisstraße.“

Der Krankenhaus-Neubau werde Bad Fallingbostel, das durch den Abzug der Briten starke wirtschaftliche Einbußen habe hinnehmen müssen, wieder nach vorn bringen. Ein modernes Krankenhaus mit einem breiten Aufgabenspektrum ziehe neues Fachpersonal an. Menschen, die ihre Familien mitbrächten, Kita-Plätze, Schulen und Wohnraum benötigten.

Für Häuslebauer entwickele die Stadt gerade neues Wohnbauland in der Großen Heide VI, auch am Wiethop werde es mittelfristig die Möglichkeit für Neubauten geben. Zusätzlich sei dort eine sechsgruppige Kindertagesstätte in der Planung.

Nachdem im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss die Aufstellungsbeschlüsse für den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan gefasst wurden, steht als nächster Schritt der Abschluss eines städtebaulichen Vertrags an.

Sollte es im Hinblick auf den engen Zeitplan bis zur Erreichung des kompletten Förderantrags beim Land erforderlich sein, würde die Stadtverwaltung zusätzlich zu Gremiensitzungen, auch in der bevorstehenden sitzungsärmeren Zeit, einladen. Für den September sei eine Informationsveranstaltung für alle Einwohner geplant.

Auf der städtischen Homepage sind schon jetzt Informationen zum Neubau des Heidekreis-Klinikums zu finden: www.badfallingbostel.de/gesamtklinikum.  mü

Einstimmigkeit im Fachausschuss der Stadt Bad Fallingbostel für eine Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes.

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