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Kreistag des Heidekreises: „Andere werden viel mehr belastet“

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Männer und Frauen sitzen an Tischen in einem Raum.
Nur etwas weniger als eine Stunde tagte der Kreistag im Kurhaus Bad Fallingbostel. © Müller

Bad Fallingbostel – Ganze 55 Minuten dauerte die Kreistagssitzung am Freitag im Kurhaus. Dabei standen der Krieg in der Ukraine und die hohen Corona-Zahlen im Heidekreis auf der Tagesordnung.

Landkreis finanziert Kosten für anreisende Flüchtlinge vor

Landrat Jens Grote wies darauf hin, dass der Landkreis die enormen Kosten für die anreisenden Flüchtlinge erst einmal vorfinanziere, sich die Verwaltung aber eine Unterstützung des Landes erhoffe. „Zurzeit kommen wir um einen Nachtragshaushalt noch herum.“

Es stehen wieder Betten zur Verfügung

Nach einigen Tagen mit unerwarteten Flüchtlingszahlen habe man das Thema im Augenblick gut im Griff, so Grote. „Im Aufnahmezentrum Oerbke stehen nun wieder 500 Betten zur Verfügung. In der Heidmark-Halle war am Freitag nur noch eine Person. Und die anderen Notlösungen müssen auch nicht in Anspruch genommen werden. Ich danke allen, die uns bei dem ersten großen Ansturm am vergangenen Wochenende geholfen haben.“ Grote machte deutlich, dass der Landkreis „nur am Rand“ von der Flüchtlingsschwemme betroffen sei. Die Bahnhöfe in Berlin und Hamburg seien ganz anders gefordert. Und natürlich die leidgeprüften Menschen in der Ukraine.

Der Landrat bat um Verständnis für die Verwaltung in dieser Lage. „Auch bei uns gibt es durch Corona immer wieder Ausfälle. Aber meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben gerade in der letzten Zeit viel geleistet. Wir versuchen alles, um den Menschen aus dem Kriegsgebiet von Anfang an ein gutes Zuhause anzubieten.“

Aufnahme von Kindern aus der Ukraine in Kitas und Schulen

Aktuelle Themen seien die Aufnahme von Kindern aus der Ukraine in den Kindertagesstätten und Schulen. Hier sei man im ständigen Gespräch mit den Kommunen. Auch mit den Banken des Heidekreises sei die Landkreisverwaltung im Austausch, weil es um die Einrichtung von Konten für die Neuankömmlinge gehe. Rund 1000 Anträge seien bereits von den Sozialämtern im Heidekreis bearbeitet worden.

Geimpfte mit leichten Krankheitsverläufen

Grote sprach die immer noch steigenden Corona-Zahlen im Heidekreis an. „Wir stellen fest, dass diejenigen, die geimpft sind, nur leichte Krankheitsverläufe haben. Wer noch keine Impfung hat, muss mit schweren Verläufen rechnen.“ Die Situation werde weiter beobachtet. mü

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