Abrissarbeiten an der Heidmarkstraße / Kindergarten mit sechs Gruppen entsteht

Soldatenwohnungen müssen weichen

Diese beiden Gebäudekomplexe in der Heidmarkstraße werden zurückgebaut. Die Arbeiten werden bis zum Spätherbst dauern. Dann kann hier ein neuer Kindergarten entstehen.
+
Diese beiden Gebäudekomplexe in der Heidmarkstraße werden zurückgebaut. Die Arbeiten werden bis zum Spätherbst dauern. Dann kann hier ein neuer Kindergarten entstehen.

Bad Fallingbostel – „Für uns ist es eine komfortable Baumaßnahme. Wir rechnen mit keinen großen Schwierigkeiten.“ Gunther Ellerbroek ist der Bauleiter des Bottroper Abbruchunternehmens ATB. Gerade hat er die Baustelle für den seit langem geplanten Rückbau der gewaltigen Wohnblöcke an der Heidmarkstraße eingerichtet. Zum Start der Maßnahme waren auch die Planer und Vertreter der der Stadt gekommen.

In den Blöcken hatten die britischen Soldaten einst ihre Wohnungen, ehe sie nach Großbritannien zurückkehrten. Mit dem Rückzug der Truppen stand die Stadt damals plötzlich vor der Frage, wie es in diesem riesigen Quartier am Rande des Ortes weitergehen soll. Schließlich entschied die Politik, dass das Gebiet mit einem sehr umfangreichen Konzept saniert werden soll. Dabei sollte Wohnraum erhalten bleiben, aber viele andere Blöcke müssten abgerissen werden, um Raum für andere Pläne der Stadt machen.

Vier der Wohnblöcke erwarb die Stadt Bad Fallingbostel. Diese Gebäude sind jetzt auch die ersten, die Gunther Ellerbroek erstmal entrümpelt und anschließend entkernt.

Schadstoffe müssen beseitigt werden

Das Abrissunternehmen muss dabei vorsichtig sein, weil es auch noch Schadstoffe zu beseitigen gibt. Bauleiter Ellerbroek: „Wir haben unter den Teppichen asbesthaltige Platten gefunden, die nun mit großem Aufwand entsorgt werden müssen.“ Das sei zunächst einmal die Hauptaufgabe des Abbruchunternehmens. In der zweiten Phase machen sich die Bauleute mit schwerem Gerät an den kompletten Abbruch der Häuser. „Teilweise werden wir parallel arbeiten“, plant der Bauleiter. Unter anderem werde ein 40-Tonnen-Bagger eingesetzt. Da das Gelände weitläufig ist, werden die anstehenden Bauarbeiten ziemlich reibungslos durchgeführt werden können, ist die Hoffnung.

Diesen beiden Gebäuden gegenüber stehen zwei weitere Blöcke, auch ihre Zeit ist gekommen, vermutlich im kommenden Jahr werden sie abgerissen. Die Aktion, die beim Land Niedersachsen unter der Überschrift „Lebendiges Zentrum“ läuft, wird mit erheblichen Mitteln gefördert. 14,6 Millionen Euro fließen in den Abbruch und in das neue Konzept.

„Wir hoffen, dass auf dem 8000 Quadratmeter großen Gelände, auf dem die ersten beiden Wohnblöcke noch stehen, ein Neustart für dieses Gebiet mit dem Bau eines Kindergartens mit sechs Gruppen inklusive Krippenplätzen begonnen werden kann“, sagt Bürgermeisterin Karin Thorey.

Von Klaus Müller

Vor dem Plan des Quartiers: Jörg Helberg (Bauamt), Thomas Rekowsky (Konversionsmanager), Carmen Hoeft (Ingenieurbüro), Martin Wittenberg (NLG), Karin Thorey, Christian Lachmann (Ingenieurbüro), Bauleiter Gunther Ellerbroek und Bauamtsleiter Carsten Kühn (v. l.).

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Letzte Rettungsversuche für gestrandete Wale in Australien

Letzte Rettungsversuche für gestrandete Wale in Australien

Das etwas andere St. Petersburg erleben

Das etwas andere St. Petersburg erleben

Lebensmittel aus dem Netz

Lebensmittel aus dem Netz

Im legendären 100er-Bus durch die Hauptstadt

Im legendären 100er-Bus durch die Hauptstadt

Meistgelesene Artikel

Große Sorge bei den Landwirten

Große Sorge bei den Landwirten

Große Sorge bei den Landwirten
Arbeiten abgeschlossen

Arbeiten abgeschlossen

Arbeiten abgeschlossen
Großküche in Bomlitz geplant

Großküche in Bomlitz geplant

Großküche in Bomlitz geplant
Sanierungsfalle Altbau?

Sanierungsfalle Altbau?

Sanierungsfalle Altbau?

Kommentare