Auswahl des perfekten Standorts

Sieben Standorte fürs Heidekreis-Klinikum

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Teilten den aktuellen Stand des Klinik-Neubaus mit: Dietmar Schulz und Georg von Luckwald (v.l.). Sebastian Zinke (stehend links), Landrat Manfred Ostermann (rechts) und Achim Rogge (sitzend, 2.v.r.) kommentierten.

Heidekreis - Von Lea Oetjen. Auf die Plätze, fertig, los: Die Planungen zum Neubau des Heidekreis-Klinikums nehmen Gestalt an. In wenigen Wochen wird ein erstes Verfahren zur Raumordnung eingeleitet. Es gilt, aus sieben Bereichen den perfekten Standort für den modernen Klinikneubau auszuwählen.

Vor rund einem halben Jahr haben sich das Architekturbüro Georg von Luckwald und die Beratungsgesellschaft „Archimedia“ landkreisweit auf die Suche nach einem geeigneten Standort für das neue Klinikum gemacht. Einer der wichtigsten Faktoren dabei sei die Erreichbarkeit gewesen. „Wir haben geprüft, welchen Bereich die Bevölkerung in 30 Minuten erreichen kann“, erläuterte Georg von Luckwald gestern im Rahmen eines Pressegesprächs. Am besten für das neue Klinikum gelegen seien demnach Standorte um die Autobahn, Dorfmark und Teile von Bad Fallingbostel, bei denen jeweils eine Bebauung mit diesem Projekt zulässig wäre.

Nach dieser ersten Suche galt es, die Zahl der potenziellen Flächen zu reduzieren. Der Abstand zu Siedlungen sowie zur Straße seien „zwei ganz entscheidende Faktoren“, wie von Luckwald betonte. Weitere Kriterien waren unter anderem die Größe des nutzbaren Bereichs, die mindestens acht Hektar betragen soll, die Form der Fläche, der Immissionsschutz und die Leistungsfähigkeit der Straßenanbindung. „Übrig geblieben sind sieben Suchbereiche, die für einen Klinik-Neubau infrage kommen“, verkündete von Luckwald. „Jetzt fängt die Arbeit erst richtig an.“ Drei mögliche Standorte liegen um Dorfmark, zwei bei Bad Fallingbostel, einer südlich von Soltau und einer bei Walsrode. Die Erreichbarkeit sei bei allen Flächen im Schnitt gleich. 85 Prozent aller Bürger des Heidekreises können das ausgewählte Gebiet binnen 30 Minuten erreichen.

„Jetzt fängt die Arbeit erst richtig an“, sagt Georg von Luckwald, Architekturbüro.

Dr. Achim Rogge, Geschäftsführer des Heidekreis-Klinikums, lobte die Auswahl der Flächen. Es gebe keine Präferenz seitens des Klinikums. „Aus medizinischer Sicht gibt es keine Notwendigkeit für einen Standort“, erklärte Rogge. Die weitere Planung könne dann gestartet werden, wenn man sich für ein konkretes Grundstück entschieden habe. Fest steht bislang nur, dass das neue Klinikum über 370 Betten verfügen soll. Über die anfallenden Kosten wollte sich Rogge nicht äußern. Es sei „unseriös, zu diesem Zeitpunkt des Verfahrens Zahlen zu nennen“, wie er fand.

Sobald es Neuigkeiten gebe, würden diese kommuniziert, kündigte der SPD-Landtagsabgeordnete Sebastian Zinke an. „Das ist eine Transparenz, die wir uns selbst verschrieben haben.“ Auch Landrat Manfred Ostermann versicherte, „breit und transparent zu informieren“.

Als Ergebnis des Raumordnungsverfahrens, das im Herbst 2020 enden soll, werden voraussichtlich ein bis drei Standorte genannt, die sich bevorzugt für den Klinik-Neubau eignen und die Grundlage für die weitere Planung bilden. Wann ein Baustart geplant ist oder der Komplex stehen soll, steht in den Sternen. „Wenn es ein Planungsteam gibt, kann man sagen, dass es noch fünf Jahre plus X dauert“, so Dietmar Schulz von „Archimedia“. Grund seien der längere Planungsprozess sowie die Ausschreibungs- und Vergabephasen.

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