Hirschgeweih-Wanderweg: Bürger können Bohlen erwerben

Rettung für den Holzsteg

Die maroden Holzbohlen sollen ersetzt werden. Fotos: Müller

Dorfmark – Manchmal entdeckt man das kleine Schildchen mit dem Hirschgeweih noch an einem der sehenswertesten und schönsten Wanderwege, die es rund um Dorfmark gibt: Der Hirschgeweih-Wanderweg soll wieder auf Vordermann gebracht werden. Und mit ihm ein wunderschöner Holzbohlenpfad kurz hinter der 1 000-jährigen Linde.

Gegenüber der Einmündung des Autobahnzubringers in die Haupstraße beginnt der Weg. Er steigt auf einer zunächst ausgebauten Feldstraße leicht an und verlässt sie, um sich dann der Böhme zu nähern. Links geht es hoch in die Ackerflächen.

Irgendwo hat es hier einst eine Lehmkuhle gegeben, zu der die Schülerinnen und Schüler der Dorfmarker Grundschule gewandert waren, um dort das Material zu holen und in der alten Schule Töpfe herzustellen. Die Vogelwelt ist in diesem Bereich besonders aktiv, Milane und Spechte sind immer wieder zu hören.

Irgendwann geht es über den rauschenden Steinbach, den kaum einer mehr kennt. Er kommt aus Charlottenthal und wird kurz vor der Einmündung in die Böhme zum kleinen aber reißenden Fluss. Viele schöne Steine gibt es im blitzsauberen Wasser, auch Neunaugen, die früher gern für den Biologieunterricht in der Schule gefangen und anschließend wieder ausgesetzt wurden.

Nächstes Ziel ist das Bronzegrab an der 1 000-jährigen Linde, die vor vielen Jahren umgestürzt war und heute einen schon kräftigen Nachkömmling hat. Von dort führt der enge Weg zur Böhme hinunter, auf einem rutschigen Steig, den die Dorfmarker wieder in Ordnung bringen wollen.

Bald steht der Spaziergänger vor der Holzbrücke, die noch begehbar ist. Gegenüber befinden sich der Campingplatz und das Gasthaus, das besonders im Sommer ein netter Treffpunkt sein wird.

Links der Böhme überwinden Besucher einen sehr nassen Weg und kommen zu einem Holzbohlenpfad. Er ist dringend reparaturbedürftig und kann kaum mehr sicher passiert werden. Hier wollen die Dorfmarker kräftig investieren. Von Kosten in Höhe von rund 35 000 Euro ist die Rede. Später geht es nach Küddelse und von Bad Fallingbostel zurück nach Dorfmark.

Die vom Landkreis genehmigte Reparatur des Pfades müsse aufgrund des Naturschutzes und der Ruhezeiten innerhalb eines vorgeschriebenen Zeitfensters umgesetzt werden, sagt Rainer Arndt, Ortsvorsteher und Vorsitzender der Dorfmarker Touristiker. „Wir benötigen dringend finanzielle Unterstützung, da die veranschlagten Kosten nicht von uns alleine zu stemmen sind.“ Aus diesem Grunde sei die Aktion „Rettet den Steg auf dem Hirschgeweih-Wanderweg“ ins Leben gerufen worden. Jeder Bürger könne symbolisch zum stolzen Besitzer einer Stegbohle werden. Mit einem Zuschuss ab 16,60 Euro sind eine oder auch mehr Bohlen symbolisch zu erwerben.

Die Namen der finanziellen Unterstützer sollen auf einer Tafel neben dem reparierten Teilstück genannt werden. Arndt appelliert an die Dorfmarker: „Helfen Sie mit, dieses erhaltenswerte Projekt zu realisieren.“  mü

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