„Projekt sollte bundesweit Schule machen“

Doris Schröder-Köpf besichtigt Ankunftszentrum in Oerbke

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Doris Schröder-Köpf nahm sich bei ihrem Besuch in Oerbke Zeit für persönliche Gespräche.

Bad Fallingbostel - In ihrer Funktion als Integrationsbeauftragte der Landesregierung besuchte Doris Schröder-Köpf am Montag gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil das Ankunftszentrum in Oerbke und nahm, wie sie später sagte, viele wichtige Anregungen für ihre Arbeit mit.

„Ich bedanke mich bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ausdrücklich“, sagte die niedersächsische Landtagsabgeordnete, die den guten Zustand des Zentrums lobte. „Die gute konzeptionelle Zusammenarbeit sollte bundesweit Schule machen“, sagte sie.

„In letzter Zeit keine Schwierigkeiten gehabt“

Standortleiterin Birgit Gerdes begleitete ihre Gäste auf einem Rundgang. Das Zentrum arbeitet zurzeit auf einer Fläche von rund 140 Hektar. „Wir haben augenblicklich einen Sommerpeak, sagte Gerdes, denn gerade in der jüngsten Zeit sei die Zahl der Asylsuchenden in Bad Fallingbostel auf 628 angestiegen. „Weniger Afrikaner, aber wieder mehr Menschen aus Syrien und Afghanistan.“

Die Standortleiterin zeigte mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, augenblicklich kümmern sich rund 300 Menschen in verschiedensten Bereichen um die Asylanten in Oerbke, den Weg jedes einzelnen Ankömmlings auf. Nach einem Gesundheitscheck geht es in den Anmeldebereich, wo nach gründlicher Überprüfung entschieden wird, ob der Betroffene in Bad Fallingbostel bleibt oder weitegeschickt wird. „Wir haben in der letzten Zeit keine Schwierigkeiten mit Ankömmlingen gehabt, nur einmal musste die Polizei gerufen werden“, so Gerdes.

Politiker versprechen sich um befristete Arbeitsplätze zu kümmern

Dann führt der Weg ins Bamf, das Bundesamt für Integration und Flüchtlinge, das für die weiteren Betreuungsmaßnahmen der Asylanten sorgt. Rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Später besichtigten die Besucher noch die sozialen Einrichtungen mit einem Schutzraum nur für Kinder, die sehr gut ausgestattete Kleiderkammer und das Frauenhaus. „Solch eine Einrichtung finde ich sehr gut“, sagte Schröder-Köpf. Dieses Projekt mit einem Haus nur für Frauen sollte bundesweit Schule machen.

Viele Themen wurden angesprochen, darunter eins, das vielen Menschen derzeit auf den Nägeln brennt: Diverse Mitarbeiter des Bamf sind wegen ihrer befristeten Arbeitsplätze in Fallingbostel beunruhigt. „Wir werden uns darum kümmern“, versprachen die Politiker.

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