Prägende Person des Schützenwesens

Gerhard Pickard starb im Alter von 94 Jahren

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Einer der letzten öffentlichen Auftritte von Gerhard Pickard (Mitte)) war die Feier zu seinem 90. Geburtstag. Gratulanten waren Rainer Schmuck (r.), Bürgermeister Bad Fallingbostel, und Hans-Heinrich Wussow, Vorsitzender des KSV Fallingbostel.

Walsrode - Mit Gerhard Pickard verstarb in der vergangenen Woche eine der prägenden Personen des Schützenwesens und Schießsports sowie ein Mann der ersten Stunde im Altkreis Fallingbostel im Alter von 94 Jahren.

Der Gründer des Landesjugendzeltlagers und Ehrenvorsitzende des Kreisschützenverbands Fallingbostel (KSV) startete seine Karriere im Schützenverein Fallingbostel als Schießwart. Über annähernd vier Jahrzehnte gestaltete und prägte er das Schützenwesen im Kreisschützenverband Fallingbostel als Vorsitzender (1963 bis 1985) und als Vizepräsident (1968 bis 1987) im Niedersächsischen Sportschützenverband (NSSV) aktiv mit.

Gründer des Landesjugendzeltlagers

Unter seinem Engagement erlebten die Vereine einen enormen Aufschwung und verzeichneten große sportliche Erfolge bei nationalen Meisterschaften, die den Kreisschützenverband Fallingbostel und seine Vereine weit über die Grenzen von Niedersachsen hinaus bekannt machten. Sein Engagement führte zu einem Anstieg der Mitgliederzahlen von über 10 000 in mehr als 70 Vereinen und brachte den KSV Fallingbostel an die Spitze der mitgliederstärksten Verbände in Niedersachsen. Für diesen Einsatz ernannte der KSV Pickard 1985 zum Ehrenvorsitzenden.

Pickards „Kind“ war und ist das Landesjugendzeltlager, das er 1971 rund um die Heidmarkhalle installierte. In den Hochzeiten verbrachten mehr als 400 Kinder und Jugendliche aus Niedersachsen zwei Wochen in Zelten. Das Angebot ist bis heute fest verankert in der Jugendarbeit der niedersächsischen Schützenjugend.

Bei kniffligen Entscheidung ein gern gehörter Ratgeber

„Als geradlinig und aufrichtig“ beschreibt Hans-Heinrich Wussow seinen Vorgänger als Kreisvorsitzender, Vizepräsident und Leiter des Landesjugendzeltlagers, der sich aus dem aktiven Schützenwesen-Engagement weitestgehend zurückgezogen hatte. „Bei schwierigen und kniffligen Entscheidungen waren seine Erfahrung und sein Rat bei seinen Nachfolgern immer gerne gehört“, erinnert sich Wussow an viele Gespräche.

Für seinen Einsatz im Schützenwesen erhielt Pickard neben vielen Auszeichnungen vom NSSV und Deutschen Schützenbund das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

re

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