Soltau will Fläche für Klinikum ausweisen / Fallingbostel lehnt Vorhaben ab

„Nur an sich selbst gedacht“

Im Bauausschuss der Stadt Bad Fallingbostel wurde die beabsichtigte Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Soltau für eine Fläche, auf dem das Heidekreis-Klinikum stehen könnte, erläutert.
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Im Bauausschuss der Stadt Bad Fallingbostel wurde die beabsichtigte Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Soltau für eine Fläche, auf dem das Heidekreis-Klinikum stehen könnte, erläutert.

Bad Fallingbostel – Dieses Vorhaben hatten die Mitglieder des Bau-, Umweltschutz- und Verkehrsausschusses der Stadt Bad Fallingbostel am Montagabend blitzschnell abgelehnt. Es ging um eine Erklärung der Stadt zur Planung der Stadt Soltau, den aktuellen Flächennutzungsplan zu ändern, damit ein Plangebiet für ein neues Heidekreis-Klinikum in Soltau aufgenommen wird.

Die Erklärung sei mit der Stadt Walsrode abgestimmt worden, sagte Bürgermeisterin Karin Thorey in der Ausschusssitzung. Walsrode und Bad Fallingbostel müssten als direkt vom Soltauer Vorhaben betroffene Orte eine Stellungnahme abgeben. Es wird wohl nicht die einzige bleiben. Man werde, so die Fallingbosteler Verwaltung, auch im weiteren Verfahren zu der beabsichtigten Änderung des Flächennutzungsplanes in Soltau reagieren. Die Vorlage der Verwaltung wurde einstimmig gebilligt und geht demnächst in den Rat.

Es gibt immer noch kleine „Störfeuer“, die zum Thema zentrales Heidekreis-Klinikum aus dem Nordkreis kommen. Fallingbostels Bürgermeisterin stellte noch einmal deutlich fest: „Ein zentrales Heidekreis-Klinikum wird es nur auf dem Planungsgebiet F 4 in Fallingbostel geben. Dorfmark fällt komplett raus, und die Flächen in Soltau waren bei den Voruntersuchungen ganz hintenan gestellt worden.“

Die 61. Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Soltau sieht die Darstellung einer Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung „Klinikum“ vor. In der Stellungnahme der Stadt Bad Fallingbostel, der die Ausschussmitglieder zugestimmt haben, heißt es, dass das Areal in Soltau im Rahmen der Potenzialflächenanalyse für das Gesamtklinikum vom Landschaftsarchitekturbüro von Luckwald als S 7 ausfindig gemacht worden war. „Die Stadt Soltau beabsichtigt hiermit, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ansied-lung des zentralen Heidekreis-Klinikums zu schaffen.“

Dazu stellte der Fallingbosteler Ausschuss fest, dass die Stadt Soltau sich hinsichtlich der Eignung ihres Standortes S 7 lediglich auf eine Voruntersuchung des Landschaftsarchitekturbüros beziehe, die sieben potenzielle Standorte identifiziert habe. Eine vertiefende Analyse und Simulation des Büros „trinovis“, die den Standort S 7 auf Platz vier gesetzt hatte, sei ignoriert worden.

Die Stadt Soltau ignoriere darüber hinaus den Kreistagsbeschluss vom 26. Juni für den Standort F 4, der als der geeignetste erschien. F 4 befindet sich nahe der Gemarkungsgrenze Fallingbostel/Walsrode und in unmittelbarer Nähe des Standortes W 1, der Platz zwei des Rankings belegt, heißt es in der Beschlussvorlage weiter. F 4 befindet sich im direkten Verflechtungsbereich des Mittelzentrums Walsrode. Raumordnerische Gesichtspunkte dürften dem Standort F4 somit nicht nur nicht entgegenstehen, sondern dem Ziel der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse wesentlich näherkommen als S 7.

Mit der Bauleitplanung für S7 verfolge die Stadt Soltau die Absicht, die Entwicklung eines Standortes für die Errichtung eines zentralen Heidekreis-Klinikums vorzubereiten. Diese entspreche dem Interesse der bestmöglichen und gerechten medizinischen Versorgung für den gesamten Heidekreis nicht, so die Verwaltung.  mü

Mit dem Thema

wird sich als nächstes der Verwaltungsausschuss der Stadt Bad Fallingbostel beschäftigen.

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