Katastrophenschutzstab des Heidekreises tagt / Quarantänezeiten werden verlängert

Mutation ist angekommen

Der Eingangsbereich der Heidmarkhalle. Ein Mann kommt gerade aus durch die offenen Tür.
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Hinter dem Eingang zur Heidmarkhalle wartet die Impfspritze. Die Corona-Impfung soll auch den Schutz vor den Virusvarianten mit sich bringen.

Bad Fallingbostel – Bei einem Inzidenzwert um die 20 kann man doch schon mal vorsichtig über Lockerungen nachdenken. So sah es gestern noch im Heidekreis aus. Aber wie auf Bundesebene geht es eher in die andere Richtung.

  • Die aus Großbritannien stammende Variante des Coronavirus wurde jetzt auch im Heidekreis entdeckt.
  • Als das bekannt wurde, hat sich gleich der Katastrophenschutzstab zusammengesetzt und beratschlagt.
  • Der Amtsarzt hat neue Regelungen für die Quarantäne festgelegt. Die Abschottung von Kontaktpersonen wird vor allem verlängert.

Die zuerst in Großbritannien aufgetretene Mutation des Coronavirus wurde jetzt auch in Proben aus dem Kreisgebiet nachgewiesen. Das Gesundheitsamt hat daraufhin nach einer Sitzung des Katastrophenschutzstabes am Mittwoch beschlossen, dass zum Schutz vor der offenbar hochansteckenden Corona-Variante die Quarantänezeiten verlängert werden sollen.

Landrat Manfred Ostermann hatte es am Mittwochnachmittag beim Pressetermin im Impfzentrum schon angedeutet und jetzt ließ der Verwaltungschef die Nachricht von seinem Pressesprecher offiziell mitteilen: „Die britische Coronavariante ist bereits im Heidekreis aufgetreten.“ Das Thema sei in einer noch am Mittag einberufenen Sitzung des Katastrophenstabes erörtert worden.

Ostermann zeigte sich alarmiert, aber zugleich auch froh, dass die Mutation entdeckt wurde und man sich darauf einstellen kann. „Noch werden nicht alle Tests auf die Varianten untersucht. Das wäre wohl viel zu teuer“, erklärte der Landrat.

„Da die britische Variante des Coronavirus nun auch in Proben im Heidekreis gefunden wurde, werden ab sofort erweiterte Quarantänezeiten für alle laborbestätigten Corona-Fälle, für Kontaktpersonen, für Kontaktpersonen im medizinischen oder pflegerischen Bereich oder innerhalb kritischer Infrastruktur vom Gesundheitsamt des Heidekreises angeordnet“, verkündete daraufhin gestern Amtsarzt Dr. Andreas Happersberger.

Quarantäne für 14 Tage

Für laborbestätigte positive Fälle gilt demnach, dass die Quarantäne künftig wieder für 14 Tage ab Symptombeginn angeordnet wird. Dasselbe gilt ab dem Abstrichtag, auch wenn keine Symptome feststellbar sind, aber ein Test gemacht wird.

„Wenn eine Variante nachgewiesen wird, ist zur Beendigung der Quarantäne ein negativer oder negativ zu wertender PCR- oder POC-Test erforderlich. Dieser sollte über die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte veranlasst werden, empfiehlt das Gesundheitsamt. PCR-Tests dienen dem direkten Erregernachweis, die Proben werden in Laboren analysiert. Die Point- of-Care(PoC)-Antigen-Tests werden vor Ort durchgeführt und liefern das Ergebnis in Minuten.

Das neu festgelegte Quarantäne-Verfahren bringt auch neue Regelungen für Kontaktpersonen mit sich. Unabhängig von der Variante müssten sie 14 Tage in Quarantäne, eine Möglichkeit der Verkürzung gebe es nicht. Wenn eine der Corona-Varianten festgestellt wurde, sei künftig ein negativer PCR-Test auch am Ende der Quarantänezeit erforderlich.

Eine weiterer Test zum Ende der Quarantäne

Wer bei sich Symptome feststellt, soll Kontakt mit seiner Hausärztin oder -arzt aufnehmen und sich abstreichen lassen. Und wer Kontakt mit infizierten Personen hatte, bei denen ein mutiertes Virus vermutet oder bereits nachgewiesen wurde, sollte der Empfehlung des Amtsarztes zufolge selbst bei einem negativen Test weitere sieben Tage darauf achten, ob er Symptome entwickelt und Kontakte einschränken.

Kontakte zu Personen in Haushalten, die mit Trägern der mutierten Coronaviren zu tun hatten, sollen ebenfalls reduziert werden. Immer sollten die Betroffenen darauf achten, ob sie Symptome entwickeln. Die Quarantäne-Anordnung bleibt ihnen wie bisher aber erspart.

Etwas anders sieht die Regelung für Kontaktpersonen aus, die im medizinischen oder pflegerischen Bereich oder in anderer kritischer Infrastruktur arbeiten. Sie müssen eine Quarantäne von mindestens sieben Tagen einhalten.

Mit einem negativen PCR-Test mit Abstrich am sechsten Tag der Quarantäne dürfen sie der Mitteilung zufolge am achten Tag wieder ihre Arbeit aufnehmen. Das gelte allerdings nur für den Fall, dass bei der infizierten Person, mit der sie Kontakt hatten, nicht auch eine der Mutationen nachgewiesen wurde, so die Regelung.  kle

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