Ministerin Rundt in Bad Fallingbostel

Förderbescheid über 2,64 Millionen Euro

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Karin Thorey (l.) und Cornelia Rundt.

Bad Fallingbostel - Das Land Niedersachsen stellt der Stadt Bad Fallingbostel 2,64 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Cornelia Rundt, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, überbrachte den Bescheid. Das Geld gehört zum Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Darunter fallen das städtebauliche Handlungskonzept sowie Projekte zum Straßenumbau.

Bürgermeisterin Karin Thorey freute sich: „Unterstützung spüre ich an allen Ecken und Kanten.“ Und doch bedrücke sie der Gedanke an die Gegenfinanzierung der Fördersummen. „Und das bei einer defizitären Haushaltslage.“

In den Blick gerückt ist im Rahmen der Konversion ein 34 Hektar großes Gelände „vor dem Zaun des Camps“. Wunsch und Ziel ist es, dort ein Gewerbegebiet auszuweisen. Die Ansiedlung von Arbeitgebern solle vorangetrieben werden, damit ihnen Arbeitnehmer folgen, erklärte Thorey. „Wir haben Wohnungen genug, über 1000 Stück. 900 davon gehören zu unseren Sorgenkindern.“ Laut Thorey befänden sich die Wohnungen in unterschiedlichen Zuständen. Zum Teil komme es bereits zu Vandalismus. „Ein Großteil der Wohnungen wird abgerissen werden müssen“, sagte Thorey.

Vorab heißt es aber für die Kommune: Aufkauf und Rückbau. „Um den ersten Schritt machen zu können, brauchen wir Geld“, betonte Thorey. Der Ankauf der Wohnungen sei schwer, da die Verhandlungen häufig mit Wohnungseigentümergemeinschaften geführt werden müssten.

Aus dem „Programm Kommunale Infrastruktur“ des Bundes fließen gegen den Wohnungsleerstand gut 4,2 Millionen Euro, Bad Fallingbostel trägt rund 463500 Euro. Aus dem Städtebauförderungsprogramm, Komponente „Stadtumbau West“ für 2016, Rückbau von Wohngebäuden auf Grundlage des ISEK (Integriertes städtebauliche Entwicklungskonzept in der Städtebauförderung), kommen 6,6 Millionen Euro, Fallingbostel investiert 3,3 Millionen Euro, alles gerechnet auf die kommenden zehn Jahre.

Hilfe für Sanierungen

in der Stadt

Eine weitere Problematik ist der Kaufkraftverlust durch die 4600 abgerückten Briten. 2016 sollen die Vogteistraße saniert und die Gehwege in der Ortsdurchfahrt gemacht werden. Dafür gibt es die 2,64 Millionen Euro. Eigenanteil der Stadt: 1,32 Millionen Euro.

Thorey wies darauf hin, dass die Stadt ein Starthilfe-Förderprogramm aufgelegt hat. Ziel ist es, Neugründungen und Betriebsübernahmen finanziell zu unterstützen. Bad Fallingbostel habe bereits weitere Gelder beim Land Niedersachsen beantragt. Laut Rundt fällt darüber im ersten Quartal 2016 die Entscheidung.

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