45. Landesjugendzeltlager des NSSV an der Heidmarkhalle eröffnet

Benehmen gehört dazu

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Die Kinder lernen das Gelände kennen.

Bad Fallingbostel - „Ohne die Zauberwörter Bitte und Danke geht hier gar nix und die Hände werden aus den Hosentaschen genommen, wenn man jemanden anspricht“, sagte Hans-Heinrich Wussow bei der Eröffnung des 45. Landesjugendzeltlagers des Niedersächsischen Sportschützenverbandes (NSSV) an der Heidmarkhalle in Bad Fallingbostel.

Der 65-jährige Rethemer war 1973, zwei Jahre nach dem ersten Zeltlager, erstmals im Camp tätig – zuerst als Betreuer und inzwischen als Leiter.

„Wir machen hier eine Art von Grundausbildung im guten Benehmen“, erläuterte Wussow, dazu zähle auch ein freundliches „Guten Morgen“ oder „Moin“. Zu den Mahlzeiten sei die Mütze abzusetzen, und nach dem Essen gehöre es sich, den Stuhl an den Tisch heranzustellen. „So manche Eltern wundern sich nach den 14 Tagen über das neue Benehmen ihres Nachwuchses“, so Wussow.

In diesem Jahr sind es 165 Kinder und damit 30 weniger als in den Vorjahren, die für knapp zwei Wochen das „Hotel Mama“ mit dem Aufenthalt im Jugendcamp tauschen. Die Jüngste ist die sechs Jahre alte Lotte aus Lindwedel. Die Kinder, die das Leben im Camp kennen, wissen, dass Heini, wie er liebevoll genannt wird, (fast) alles möglich macht, wenn sie sich an seine Direktive halten.

Bei der Freizeitgestaltung mit Spiel, Spaß und Sport gibt es tatkräftige Unterstützung, unter anderem vom Sportbund Heidekreis bei der Abnahme der Sportabzeichen und beim Fünfkampf sowie vom örtlichen Schützenverein bei den schießsportlichen Wettkämpfen. Feuerwehr und Polizei sichern den Fackelumzug am Ende des Camps. Ein Besuch des Heideparks zählt zu den Höhepunkten des zweiwöchigen Aufenthaltes.

Auf dem Programm stehen mehrere Disco-Veranstaltungen, eine Single-Party, die beliebte Mini-Playback-Show und ein Lagerabend mit diversen Gruppenbeiträgen. Am Sonntag sind beim Tag des offenen Lagers vor allem die Eltern vor Ort.

Etwa 60 Betreuer sind im Einsatz und kümmern sich um das Wohl der Kinder, als Gruppenleiter und Helfer, in der Küche und der Kantine. Aber auch der Sanitätsdienst ist rund um die Uhr vor Ort. Ohne das Engagement der Betreuer, darunter etliche Schützen, die als Kinder das Leben im Camp kennen gelernt haben, geht nichts. Die Bereitschaft vieler Schützen, sich knapp zwei Wochen rund um die Uhr um das Wohl der Kinder zu kümmern und einen Teil ihres Jahresurlaubs zu opfern, würdigten die Ehrengäste bei der Eröffnung.

Offiziell wurde das Zeltlager vom 1. Vizepräsidenten des NSSV, Wilfried Ritzke, eröffnet. Er richtete den Dank des Verbandes an die Stadt Bad Fallingbostel und den Heidekreis sowie die vielen Helfer aus. Bürgermeisterin Karin Thorey stellte heraus, dass die Zeltstadt an der Böhme bereits seit 1971 für knapp 14 Tage ein Teil der Stadt sei und Landrat Manfred Ostermann hoffte auf gutes Wetter. Brigitte Söder, zweite Bürgermeisterin der Stadt Walsrode, überreichte dem Gruppenleiter Andreas Müller ein Geschenk.

Am 7. August endet das Camp mit der Abschlussfeier sowie Ehrungen von Helfern und erfolgreichen Teilnehmern der Wettkämpfe, bevor sich alle zum abschließenden Fackelumzug aufstellen.

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