Küchenteam sorgt für Verpflegung im Landesjugendzeltlager des NSSV

Gute Stimmung im Camp

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Dreimal am Tag bekommen die Kinder in der Heidmarkhalle vom Küchenteam Essen serviert.

Bad Fallingbostel - „Die Essgewohnheiten der Kinder haben sich in den knapp 20 Jahren, seitdem ich hier Küchenchefin bin, geändert. Aber ich habe doch den Eindruck, dass es den Mädchen und Jungen schmeckt“, sagt die 63-jährige Ingrid Helberg aus Ostenholz. Sie ist beim Landesjugendzeltlager des Niedersächsischen Sportschützenverbandes (NSSV) für das leibliche Wohl der 165 Kinder und 50 Betreuer zuständig ist.

Helberg kümmert sich um den reibungslosen Ablauf in der Küche. Unterstütztung erhält sie von Christa Hartmann aus Hülsen sowie von Günter Plesse (Buchholz), Silke Bäßmann (Burgwedel) und Melissa Risse-Schluckebier (Wettmar).

„Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt“, erklärt Helberg. Denn allen Wünschen könne sie nicht nachkommen. Es gebe zwar immer wieder Kinder, die nörgeln würden. Das habe aber bereits im vergangenen Jahr etwas nachgelassen. Bei der Zubereitung der Speisen müsse sie die Allergien der Kinder berücksichtigen. Sie habe festgestellt, dass immer mehr Mädchen und Jungen unter Unverträglichkeiten litten. Zudem kämen bei ihr auch die Vegetarier auf ihre Kosten.

„Die Stimmung ist trotz der kalten und regnerischen Witterung der ersten Tage immer noch toll“, sagt Lagerleiter Hans-Heinrich Wussow. Lediglich zwei Kinder habe das Heimweh gepackt: „Dagegen gibt es kein Heilmittel.“

Für morgen hätten sich einige neue Teilnehmer angemeldet, die den Rest des Camps erleben wollten. „Sie können sich auf sonnige Tage voll mit Erlebnissen und Abenteuern freuen“, erklärt Wussow, der liebevoll „Heini“ gerufen wird. Er ist das „Urgestein“ des Lagers. Der 65-jährige Rethemer begann 1973 als Betreuer im Zeltlager und amtiert seit etlichen Jahre als Leiter des Camps. Er war nur bei den beiden ersten der 45 Veranstaltungen nicht dabei: „Es sind zwei Wochen mit tollen Erlebnissen – die reichen für das ganze Jahr.“ Der heutige Rentner opferte vorher als Arbeitnehmer ebenso wie die meisten Betreuer und Helfer einen Teil seines Jahresurlaubs. Es sei für ihn eine „Herzenssache“, der er sich mit viel Engagement widme.

Landesjugendzeltlager des NSSV

„Während des Zeltlagers lernen die Kinder fürs Leben, da sie aufeinander Rücksicht nehmen müssen, um sich in der Gemeinschaft zurecht zu finden“, sagt Wussow. Wichtig seien für ihn die auch in der Familie geltenden Benimmregeln. Die heutige Generation sei freier und selbstbewusster als die vor 30 oder 40 Jahren und diskutiere gerne mal über Dinge, die das Lagerleben betreffen würden. Trotzdem sei die heutige Jugend nicht negativer zu beurteilen als die damalige. „Ausnahmen gibt es immer“, sagt Wussow. Die meisten Kinder hätten Respekt vor ihm. Und wenn ein leichtes Stirnrunzeln oder ein knackiger Kommentar nichts nützen, könne er auch grantig werden.

Während heute Abend bei einer Super-Disco der Bär steppt, kommen morgen beim Tag der offenen Tür viele Familien der Teilnehmer. Sie bleiben meist bis zum Abend, wenn bei einer Mini-Playback-Show die Kinder ihren Pop-Idolen nacheifern.

In der kommenden Woche werden der Fünfkampf und die sportlichen Wettbewerbe fortgesetzt, aber auch Faulenzen steht auf dem Programm. Am Donnerstag sind die Betreuer und die Lagerleitung das „Opfer“ bei Sketchen der Gruppen. Und am Freitag heißt es dann Abschied nehmen.

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