Delegiertenversammlung des Kreisjugendrings Heidekreis in Bad Fallingbostel

Kooperation bei Integration

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Olaf Rupprecht zeichnet Larissa Korte (l.) und Sandra Jipp aus. Es fehlt Michael Bolm aus Rethem.

Bad Fallingbostel - Von der Jahresdelegiertenversammlung des Kreisjugendringes Heidekreis am Montag geht ein wichtiger Appell aus. Der Leiter des Jugendamtes, Uwe Peters, rief die Mitgliedsorganisationen auf, erstens sich selbst bei der Integration von Flüchtlingen einzubringen und zweitens anderen Vereinen oder Verbänden Hilfestellungen zu geben.

Peters dachte vor allem an die über 100 unbegleiteten Minderjährigen unter den dem Heidekreis zugewiesenen Flüchtlingen. Das sind Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren, die amtlich betreut werden.

Einige der Mitgliedsorganisationen des Kreisjugendringes, so stellte sich heraus, arbeiten bereits am Thema Integration von jungen Flüchtlingen. Dazu gehören die Samtgemeinde Schwarmstedt und der evangelische Kirchenkreis Walsrode.

In Schwarmstedt, so Jörg Zöllner, stellvertretender Vorsitzender des Kreisjugendrings und im Schwarmstedter Samtgemeinde-Jugendring aktiv, seien zahlreiche besondere Aktivitäten geplant. Am Programm werde noch mit der Gemeindeverwaltung gebastelt. Der Schwarmstedter Jugendring gehört seit 35 Jahren zu den ältesten und aktivsten Vereinigungen dieser Art im Heidekreis. Besonders die Aktivitäten rund um das Thema Integration von Flüchtlingen sollten ausgebaut werden. Auch am Sommerferien-Programm werde gearbeitet, sagte Zöllner.

In Rethem werden die meisten Kinder- und Jugendaktivitäten vom gemeinnützigen Verein Kinder, Jugend und Kultur (Kijuku), initiiert und durchgeführt. Es seien erneut Freizeitaktionen und Ferienfreizeiten geplant, teilte ein Vereinsmitglied für den erkrankten Vorsitzenden Dirk Bolm mit. Zu den Freizeiten gewährt der Heidekreis unter bestimmten Voraussetzungen Sonderzuwendungen. Seit 1995 organisiert der Verein Kinder- und Jugendfreizeiten für Mädchen und Jungen zwischen 6 und 15 Jahren. Darüber hinaus ist Kijuku in verschiedenen Arbeitsfeldern der ambulanten Hilfe zur Erziehung tätig. Seit 2008 veranstaltet der Verein unter dem Titel „Spektakulus“ Liverollenspiele.

Interessante Jugend- und Freizeitaktivitäten bietet auch die Evangelische Jugend im Kirchenkreis Walsrode an. Larissa Korte stellte die Jugendarbeit im Walsroder Kirchenkreis und speziell in der Gemeinde Meinerdingen vor. Unter anderem wird es die Freizeitfahrt nach Schweden geben. Korte, die auch in der Jugendarbeit des Sprengels Lüneburg überregional engagiert ist, berichtete, dass nach der CD „Gegen Rechts“ jetzt eine Scheibe zur Flüchtlingsthematik herausgebracht werde. Diese CD soll wie die erste kostenfrei oder gegen freiwillige Spenden unter Jugendlichen verteilt werden, um für die Thematik zu sensibilisieren.

Auch die Mitglieder der Jugendringe in Bispingen und Schneverdingen berichteten über Veranstaltungen. Aufgrund des Aufwandes werde es das überregionale „Höpen Air“ erst wieder 2017 geben.

Olaf Rupprecht, vormals Kranz, der die Versammlung in Abwesenheit des erkrankten Vorsitzenden Dirk Bolm leitete, teilte zum Abschluss mit, dass es im Hinblick auf die Kommunalwahl wieder Arbeitsmaterialien unter dem Stichwort „next vote“ beim Landesjugendring gebe.

Rupprecht, Zöllner und Kassenwart Ralf Schmidt vom Vorstand stellten die Idee eines Ehrenpreises für in der Jugendarbeit vor Ort besonders engagierte junge Menschen vor. Diese sollten auf Vorschlag der örtlichen Mitgliedsorganisationen des Kreisjugendringes zur Belohnung eine öffentliche Belobigung sowie ein kleines Anerkennungsgeschenk erhalten.

Ausgezeichnet wurden erstmals der langjährige Kijuku-Vorstand und Vorgänger von Dirk Bolm, Michael Bolm, Larissa Korte vom Kirchenkreis sowie Sandra Jipp vom Jugendring Bispingen. Alle drei, so Rupprecht, hätten sich in außergewöhnlichem Maße in der Jugendarbeit sowie für den Kreisjugendring und seine Belange eingesetzt.

hf

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