Kinderkarneval des SVE Bad Fallingbostel mit 1000 Narren in der Heidmarkhalle

Feier mit Wecker und Turtles

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Bei der Prämierung der besten Kostüme.

Bad Fallingbostel - Mit solch einem Andrang hatten die Organisatoren der Fußballabteilung des SVE Bad Fallingbostel nicht gerechnet, als sie zum 66. Mal zum Kinderkarneval in die Heidmarkhalle eingeladen hatten. An beiden Eingängen bildeten sich am Sonnabend lange Schlangen bunt bis schrill verkleideter Menschen. Es sei wieder einmal die größte Kinderkarnevalsveranstaltung zwischen Hamburg, Hannover und Bremen gewesen, konstatierte am Ende Cheforganisator Gerd Siewert.

Was der ehemalige Rheinländer in 66 Jahren da aufgebaut hat, das kann sich sehen lassen. Aber ohne sein engagiertes Organisationsteam, ohne die Männer seiner ständig gewachsenen Funkengarde und seinen Elferrat – zwei Männer sind schon seit 55 Jahren dabei – läuft solch eine Großveranstaltung nicht, sagte Siewer.

Zumindest für die Kinder der Region ist der Karneval des SVE das Größte. Weit über 1000 fantasievoll verkleidete Kinder und dazu noch Eltern und teilweise Großeltern, alle ebenfalls bunt verkleidet, nahmen die Heimarkhalle in Besitz. Auf den gut gefüllten Parkflächen um die Halle fand man sogar auswärtige Kennzeichen.

Was die Kostümierung anbelangte, so zeigten sich die Organisatoren erfreut und erstaunt zugleich. Welch eine Fantasie doch so manche Familie in das Schneidern toller und teils auch ausgefallener Kostüme gesteckt hatte, das war schon beeindruckend. Und so wurden auch in diesem Jahr wieder die besten Verkleidungen prämiert, unter anderem eine Lokomotive und ein Wecker sowie eine „verpackte Barbie“ und als erster Preisträger ein Lego-Mann. Einen Extra-Preis erhielt eine Erwachsenen-Gruppe, die die Party als grüne Turtles aus dem Untergrund aufmischten.

Vergessen darf man nicht, dass sich Siewert für die Prämierung der Kostüme Hilfe geholt hatte. Er wurde von einem Piraten aus der Mannschaft von Kapitän Schwarzbart unterstützt. Die Vorführung dieser Truppe war zuvor ein ganz besonderer Höhepunkt der Faschingsparty gewesen. Am Ende verteilten die Piraten den gefundenen Schatz unter das närrische Volk. In der geknackten Schatztruhe befanden sich Kamelle.

Zum Glück hatten die Piraten die Halle bereits verlassen, als Bad Fallingbostel Bürgermeisterin mit der Stadtkasse vorbeikam. Aber Barschaften sind in dieser Stadt bekanntlich knapp. Die Kinder waren deshalb begeistert, als Karin Thorey pfundweise närrische Währung verteilte. Den Rest von gut 200 Kilogramm Narrenfutter streute immer wieder der Elferrat unters Volk. Die süße Fracht war von einem Lebensmittelmarkt gesponsert worden.

Kinderkarneval in Bad Fallingbostel

Zu flotter Musik von DJ Reinhard tanzten die Besucher ausgelassen, und angeführt von den Piraten zog zwischendurch eine große Polonaise durch den Saal. Und am Ende waren die Kinder, die alle ihren Spaß gehabt hatten, ein wenig traurig, dass der Karnevalsnachmittag wieder viel zu schnell zu Ende war.

hf

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