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Gemeinsam für gesunde Gebisse

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Acht Frauen, im Freien stehend, im Hintergrund ein Baum und Häuser. Drei Frauen haben Handpuppen in der Hand.
Das jugendzahnärztliche Team freut sich über das 30-jährige Bestehen und den ergebnisreichen Einsatz der vergangenen Jahrzehnte. © Landkreis

Heidekreis – Der Heidekreis, Vertreterinnen und Vertreter der damals ortsansässigen Krankenkassen und die Zahnärzteschaft des Landkreises schlossen sich 1991 zusammen, um gemeinsam die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Zahnprophylaxe nach dem fünften Sozialgesetzbuch zu organisieren. Seit nunmehr 30 Jahren kümmern sich zwei Zahnärztinnen, zwei Zahnarzthelferinnen und vier Prophylaxekräfte des Gesundheitsamtes des Heidekreises um die Zahngesundheit der Jungen und Mädchen in Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen bis zur sechsten Klasse – und das mit positiver Resonanz und Erfolg.

Abbau von Angst als Hauptanliegen

Hauptanliegen der Arbeit des jugendzahnärztlichen Teams des Gesundheitsamtes ist der Abbau von Angst – vor der zahnärztlichen Untersuchung und bei manchen Kindern sogar vor dem täglichen Zähneputzen, schreibt der Landkreis in einer Pressemitteilung. Spielerisch wird schon den Kleinsten der Umgang mit der richtigen Zahnbürste und die dem Alter entsprechende Zahnputztechnik beigebracht. Dabei kommen die verschiedensten Lern- und Hilfsmittel zum Einsatz. In den Kinderkrippen ist es ein niedrigschwelliges Angebot, bei dem es in erster Linie um Kontaktaufnahme mit den Kleinsten geht. Dabei sind kleine Plüschtiere und eine Handpuppe sehr hilfreich.

Jährlich neue Programme für die Kindergärten

Im Kindergarten erarbeiten Angelika Schneider und Petra Schneider, Prophylaxekräfte des jugendzahnärztlichen Teams, jährlich neue Programme, bei denen es vordergründig um Zahnpflege, aber auch um gesunde Ernährung, Sprache und Bewegungsanimation geht. Gerade die Sprachprobleme bei Kleinkindern nähmen bundesweit eklatant zu, so der Landkreis. Die Gründe hierfür seien vielfältig: zu langes Nuckeln am Daumen, Schnuller oder Flaschensauger, zusätzlich werde in den Familien weniger gesprochen – die Aufmerksamkeit der Eltern gelte mehr dem Handy als dem Kind und nicht zuletzt spiele Ernährung eine wichtige Rolle. Nur wer kauaktive Nahrung wie Obst, Gemüse und Vollkornbrot zu sich nehme, entwickele eine kräftige Mundmuskulatur als Grundlage für eine gute Sprachentwicklung. Bei der Vermittlung dieser Inhalte kommt die Handpuppe Friedemann zum Einsatz.

Altersspezifische Programme in den Schulen

In den Schulen arbeiten Nadine Keeling und Melanie Voigt, Prophylaxekräfte des jugendzahnärztlichen Teams, mit altersspezifischen Programmen, die vom Aufbau der Zähne, Zahnkrankheiten und deren Behandlung bis hin zu kieferorthopädischen Behandlungsmöglichkeiten reichen. Vordergründig geht es jedoch immer darum, den Kindern die richtige, dem Alter entsprechende Zahnputztechnik mit allen notwendigen und geeigneten Hilfsmitteln nahezubringen, sie über gesunde, auch speziell zahngesunde Ernährung aufzuklären und auf die Wichtigkeit der regelmäßigen zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen hinzuweisen.

Zahnärztinnen achten auch auf Mundhygiene

Die Zahnärztinnen Carsta Monse und Anja Reimers untersuchen die Zähne mit Unterstützung der Zahnarzthelferinnen Monika Bradt und Claudia Kleinert in den Einrichtungen. Dabei erfassen sie nicht nur Zahnschäden, sondern achten auch auf eine ausreichende Mundhygiene und eventuell vorliegende Zahnfehlstellungen. Bei auffälligen Befunden werden die Kinder und deren Eltern auf die Notwendigkeit einer Behandlung hingewiesen.

Kindergebisse sind immer gesünder

Die Gesamtzahl der Kinder ist dem bundesweiten Trend folgend, auch im Heidekreis rückläufig. So waren im Schuljahr 2018/2019 (vollständige Datenerfassung vor Corona) in den Einrichtungen des Elementarbereiches und den Schulen circa 2 500 Kinder weniger gemeldet als vor 20 Jahren. Die Analyse der Untersuchungsergebnisse zeigt einen positiven Trend bei der Zahngesundheit der Kinder im Heidekreis. In Kindergärten und Krippen sowie in den Schulen ist die Zahl der Kinder mit naturgesunden Gebissen (weder Füllungen noch kariöse Zähne) gestiegen und parallel dazu die Anzahl behandlungsbedürftiger Kinder zurückgegangen.

Naturgesunde Zähne bei 73 Prozent der Kita- und Krippenkinder

73 Prozent der Kinder in Kindergärten und Krippen und 47 Prozent der Schulkinder hatten im Schuljahr 2019/2019 naturgesunde Zähne. Im Schuljahr 2002/2003 waren dies 70 und 46 Prozent gewesen.

Verdienst einer jahrzehntelangen prophylaktischen Arbeit

Nicht zuletzt ist dies auch das Verdienst einer jahrzehntelangen prophylaktischen Arbeit des Teams der Aktion Jugendzahnpflege. Einige niedergelassene Zahnärzte bringen sich zudem aktiv ein. „Wir freuen uns, auch weiterhin mit neuen Ideen und motivierten Mitarbeiterinnen einen Beitrag zur Verbesserung der Zahngesundheit der Kinder des Heidekreises leisten zu können. Da leider auch Zahnbefunde und Mundhygiene die sozioökonomischen Unterschiede der Gesellschaft widerspiegeln, werden wir alles dafür tun, auch sozial schwächer gestellten Kindern Wege zu einem Lächeln mit gesunden Zähnen aufzuzeigen“, führen Carsta Monse und Anja Reimers gemeinsam aus.

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