Notunterkunft Camp Fallingbostel: Rettungssanitäter und Pflegehelfer gesucht

600 Neuankömmlinge: Volle Auslastung am Mittwoch erreicht

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Es werden hauptamtliche Mitarbeiter, darunter Sanitäter und Sozialassistenten, gesucht.

Oerbke - Flüchtlingshilfe ist Teamarbeit: Unter der Führung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Kreisverband Fallingbostel, haben die Johanniter am Montag die Neuaufnahme von 600 Flüchtlingen im Camp Fallingbostel unterstützt. Helfer aus der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) der Johanniter aus dem Ortsverband Aller-Leine mit Sitz in Schwarmstedt übernahmen Aufgaben der medizinischen Versorgung und der Registratur. Das Ministerium für Inneres und Sport hatte am Freitag den Auftrag zur Erweiterung der Notunterkunft erteilt.

„Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern möchte ich einen großen Dank aussprechen“, sagt Michael Grunwald, Leiter der SEG. „Innerhalb kürzester Zeit waren alle bereit, sich wieder in einem Einsatz der Flüchtlingshilfe zu engagieren, obwohl allen der Einsatz in der Notunterkunft Oerbke noch in den Knochen steckt.“

Die Johanniter hatten den Auftrag erhalten, die Notunterkunft Oerbke mit 1400 Plätzen aufzubauen. Sie hatten den Betrieb so lange mit ehrenamtlichen Helfern aufrechterhalten, bis dieser nach und nach an hauptamtliche Mitarbeiter übergeben werden konnte. Dazu stellten die Johanniter Sozialpädagogen, Betreuungskräfte sowie medizinisches Fachpersonal ein.

Noch dringend gesucht werden hauptamtliche Mitarbeiter mit sanitäts- oder rettungsdienstlicher beziehungsweise pflegerischer Ausbildung. „Wir benötigen Rettungssanitäter und -assistenten sowie Pflegehelfer und Krankenpflegekräfte, aber auch Sozialassistenten und medizinische Fachangestellte“, sagt Uwe Beyes, Vorstand der Johanniter im Regionalverband Niedersachsen Mitte.

Die Aufgabe besteht in der Besetzung eines Rettungswagens sowie dem Betrieb der ambulanten Sanitätsstation vor Ort. Rund 100 Versorgungen nehmen die Johanniter dort täglich vor. „In der Regel handelt es sich um Fälle wie in einer hausärztlichen Praxis“, sagt Grunwald.

Die Johanniter hatten bei der Aufnahme der 600 neuen Flüchtlinge vielfältige Aufgaben. Einige unterstützten den medizinischen Check. Außerdem halfen die Johanniter bei der Registratur, die der Belegung dient und nicht Teil eines Asylverfahrens ist. 400 der Neuankömmlinge erreichten ihr Ziel vom Bahnhof Eltze, 200 kamen aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Celle.

Bei den Geflüchteten handele es sich in der Mehrheit um Menschen aus Syrien, teilt DRK-Einsatzleiter Dennis Protz mit. Unterstützt wurde der DKR-Kreisverband auch von der Bundeswehr, die mehr als 80 Soldaten abgestellt hatte. Bereits am Mittwoch wurden nach DRK-Angaben weitere 400 Flüchtlinge im Camp Fallingbostel erwartet. Damit sei die volle Auslastung erreicht.

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