Freisprechung von 82 Junggesellen

Gute Chancen im Handwerk

Die Junghandwerker des Kfz-Gewerbes erhielten ihre Prüfungszeugnisse. - Fotos: Wehler

Bad Fallingbostel - Wie gut die Ausbildung im heimischen Handwerk ist, das zeigten der Raumausstatter André Pröhl und Bäckergeselle Markus Stegen aus Nordkampen bei der Freisprechung von 82 Junggesellen aus zwölf Ausbildungsberufen in der Heidmarkhalle in Bad Fallingbostel.

Die beiden Junghandwerker haben mit ihren Werkstücken erfolgreich an den Kammer-Leistungswettbewerben teilgenommen. Pröhl wurde Kammer-, Landes-, und Bundessieger, Stegen Kammersieger und dritter Landessieger des Bäckerhandwerkes. Mit ihm freute sich sein Ausbildungsbetrieb, die Landbäckerei Meyer in Nordkampen. Kreishandwerksmeister Friedhelm Eggers, zeichnete die beiden für ihre besonderen Leistungen aus.

In seiner Rede betonte Eggers, dass Abgänger aller Schulformen im Handwerk große Chancen hätten, vor allem bei der augenblicklichen Konjunkturlage. Das Handwerk brauche qualifizierte Mitarbeiter. Positiv sei, dass erstmals keine rückläufigen Lehrlingszahlen zu beklagen seien, sagte der Kreishandwerksmeister. Er warnte aber, dass das Handwerk im Zuge des demografischen Wandels in Konkurrenz zum Studium und anderen, zum Beispiel öffentlichen Arbeitgebern, stehe.

Kreishandwerksmeister Friedhelm Eggers (l.) mit den Kammersiegern Markus Stegen (Mitte) und André Pröhl.

Der Festredner, Bischof em. Prof. Axel Noack aus Halle, bescheinigte dem Handwerk ebenfalls eine gute Zukunft, die die jungen Menschen nutzen sollten. Er ging auf die ethische Grundsätze des „ehrbaren“ Handwerks ein. Was werde in Zeiten des fortschreitenden Verfalls von guten Sitten und Gebräuchen benötigt, um seinen Beruf ordentlich auszuüben? Neben gesetzlichen Vorgaben gehöre zweifelsohne ein meisterliches Vorbild dazu. Nur so könne der Auszubildende im Betrieb Haltung und Tradition sowie Regeln des ehrbaren Handwerks kennenlernen und verinnerlichen. Das Beste sei, sich auch in den berufsständischen Organisationen zu engagieren, denn das festige Werte und Haltung des Einzelnen. Den Handwerksmeistern und Funktionären riefNoack zu, dass das Handwerk noch viel selbstbewusster auftreten und in die Gesellschaft hineinwirken müsse.

Anschließend wurden die 82 jungen Männer und Frauen freigesprochen und erhielten ihre Zeugnisse. Die beiden größten Gruppen stellten die Handwerker aus den Kfz-Berufen und aus dem Bereich Elektrotechnik. Der Jahrgangsbeste André Pröhl erhielt zusätzlich den jährlich vergebenen Ehrenpreis des Walsroder Rotary Clubs für herausragende Leistungen in der Ausbildung, dotiert mit 500 Euro. - hf

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