„Es darf gelacht und geweint werden“

Grundstücksvertrag für das Hospizhaus in Dorfmark unterschrieben

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Beim Unterschreiben des Grundstücksvertrages in Dorfmark.

Dorfmark - Die Bad Fallingbosteler Bürgermeisterin Karin Thorey brachte es auf den Punkt, als sie die zahlreichen Einwohner der Bürgerversammlung zum Thema Hospizhaus in der St.-Martin-Kirche in Dorfmark begrüßte: „Es wird ein Haus werden, in dem gelacht, aber auch geweint werden darf.“

Thorey bedankte sich ausdrücklich bei Dr. Sirus Adari, dem „Vater“ dieses einzigartigen Projektes, das nun in die nächste Planungsstufe gelangt. Am Dienstag wurde in der historischen Dorfmarker Kirche der Grundstücksvertrag unterschrieben. Bald beginnen die Ausschreibungen, und wenn alles passt, soll mit den Bauarbeiten an der Westendorfer Straße im Herbst begonnen werden. Pastor Johann Weber vom Johanniterhaus Bremen: „Wenn alles gut läuft, können wir das Haus im ersten Quartal 2018 in Betrieb nehmen.“

Projektkosten: 1,9 Millionen Euro

Am Ortsausgang Richtung Bad Fallingbostel ist von der Stadt ein 6300 Quadratmeter großes Grundstück zur Verfügung gestellt worden, das an den Koppelweg und die Straße Kleines Moor angrenzt. Es fällt von Norden her um circa 80 Zentimeter ab. Wie Architektin Simone Rieks erläuterte, sei in diesem Bereich nur eine eingeschossige Bauweise erlaubt. „Eine Tatsache, die uns aber entgegenkommt“, sagte sie.

Zwischen Westendorfer Straße (gelb), Koppelweg und Kleinem Moor entsteht das Hospizhaus auf einem 6300 Quadratmeter großen Grundstück.

Rund 1,9 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Wie Adari im Vorfeld mitgeteilt hatte, seien bisher rund 1,8 Millionen Euro an Spenden und Fördermitteln zusammengekommen, davon allein 500.000 Euro von der EU. Aber auch viele private Spenden seien zur Verfügung gestellt worden. „Wenn die Bauarbeiten beginnen, sind weitere Spendengelder angekündigt“, sagt der Walsroder Facharzt, der sich sichtlich über den Fortgang der Vorbereitungsarbeiten freute.

Zahlreiche Fachärzte haben die Zusammenarbeit zugesagt

Adari machte noch einmal deutlich, dass das Hospiz eine sinnvolle und wichtige Ergänzung zu den bestehenden Palliativ-Angeboten im Heidekreis sei. „Wir arbeiten vor allem mit dem Ambulanten Hospizdienst eng zusammen.“ Zahlreiche Fachärzte aus dem Heidekreis hätten ihre Zusammenarbeit zugesagt. In Dorfmark habe das Hospizhaus mittlerweile eine hohe Akzeptanz erreicht.

Adari bedankte sich vor allem bei der heimischen Kirche, bei Altbürgermeister Hans-Hellmut Jordan und Rechtsanwalt Dr. Egbert von Schultzendorff, der die ersten Kontakte zum heutigen Betreiber der Anlage, dem Johanniterhaus Bremen hergestellt habe.

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