Notaufnahmelager besteht wohl länger

Bald 6000 Flüchtlinge im Camp Fallingbostel?

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Ein Blick ins Lager Fallingbostel. Derzeit sind dort die Briten noch die Hausherren.

Oerbke - “Entgegen erster Meldungen vom Wochenende sind etwa 800 Flüchtlinge im Camp Oerbke untergekommen“, teilte der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel in einem Gespräch mit, das sich an einen Rundgang durch das Notaufnahmelager anschloss.

Erwartet wurden 400 weitere Personen, die überwiegend aus den überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen Braunschweig und Friedland kommen sollen. Und womöglich ziehen noch im Oktober 6000 Flüchtlinge ins Camp Fallingbostel ein.

Grindel besuchte Oerbke zusammen mit den hiesigen CDU-Landtagsabgeordneten Lutz Winkelmann und Gudrun Pieper. Mit dabei waren neben führenden Personen der Bundeswehr auch Landrat Manfred Ostermann, Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring und Bezirksvorsteher Andreas Ege vom Gemeindefreien Bezirk.

Der Bundestagabgeordnete und die beiden Landtagsmitglieder zeigten sich beeindruckt von der Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer bei den Johannitern, die die Menschen rund um die Uhr betreuen. Auf Dauer könnten aber die Ehrenamtlichen nicht in dieser Intensität tätig sein, zeigten sich die Parlamentarier überzeugt.

Das Lager, so Grindel, werde wohl länger bestehen bleiben müssen. Die Johanniter hätten jedenfalls mit dem Land einen Vertrag über ein Jahr. Gesucht würden auch zahlreiche hauptamtliche Mitarbeiter zur Betreuung der Flüchtlingen. Es gebe dazu aber bereits einige Bewerber, hatte Grindel von der Leitung der Johanniter erfahren. Wer sich für einen Job in Oerbke interessiert, kann sich über die Hotline in Hannover, Telefon 0511/67896633, melden.

Hatten viel zu besprechen (von links): Lutz Winkelmann, Reinhard Grindel, Gudrun Pieper, Manfred Ostermann, Andreas Ege und Helma Spöring.

Es müsse im Lager bald eine reguläre Registrierung der Flüchtlinge geben – wie in den Erstaufnahmelagern, forderte Winkelmann. Dies sei wichtig für einen nach den Bestimmungen geregelten Betrieb im Camp. Wenn sich die Entwicklung fortsetze, dann müssten Mitarbeiter des Migrationsamtes aus der Erstaufnahme in Braunschweig vor Ort tätig werden, ist Grindel überzeugt. Momentan würden die Flüchtlinge in Oerbke nur notdürftig und vorläufig, nach ihren eigenen Angaben registriert. Unregelmäßigkeiten und falsche Identitäten könnten nicht ausgeschlossen werden. Aus der derzeitigen Ausnahmesituation müsse der schrittweise Weg, hin zu rechtsstaatlich sauberen Asylverfahren gegangen werden, so Winkelmann.

Die Verantwortlichen treibt aber ein noch größeres Problem um. In Bad Fallingbostel/Oerbke sollen nach den Wünschen des Bundes ein noch größeres Auffanglager und ein Verteilerkreuz eingerichtet werden. Das Land sei in Verhandlungen mit der Bundeswehr und den Briten, mit dem Ziel, eventuell im Oktober, das britische Camp Fallingbostel übernehmen zu können, berichteten Grindel und Ege.

Da gebe es noch Probleme zu lösen, gab Pieper zu bedenken. Das Camp in Bad Fallingbostel sei von den Briten quasi leergeräumt. Es gebe keine Betten, keine Möbel. Diese kurzfristig zu beschaffen, sei in Deutschland zurzeit schwierig.

Bleibe für mehr als 1000 Flüchtlinge in der Lüneburger Heide

Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann
Im Rekordtempo ist in der Lüneburger Heide eine Notunterkunft entstanden - die größte Niedersachsens. Mehr als 1000 Flüchtlinge haben dort eine Bleibe gefunden. „Die Leute sind in einem Schockzustand“, sagt ein freiwilliger Helfer. © dpa /  Holger Hollemann

Außerdem müsse dringend geklärt werden, ob Züge mit Flüchtlingen den Gleisanschluss in Oerbke erreichen könnten, da die Bahn beabsichtige, auf dem Streckenabschnitt Walsrode-Bad Fallingbostel Bauarbeiten durchzuführen, berichtete Pieper.

Werde ein großes Lager im Camp Fallingbostel eingerichtet, werde dies nicht ohne ausreichend Bundespolizei und Migrationsbeamte gehen, waren sich die Politiker einig. Im zweiten Camp, so Grindel könnten dann dem Land zufolge bis zu 6000 Personen untergebracht werden. Vielleicht müsse dann auch die Bundeswehr Personal stellen.

Ostermann zeigte sich überrascht von möglicherweise 6000 zusätzlichen Flüchtlingen im Heidekreis. Mit ehrenamtlichen Helfern sei das nicht mehr zu machen.

Andreas Ege bat darum, dass bei den privaten Sammelstellen weiter Kleidung und anderes angeliefert werde. Die Sachen würden sicher bald benötigt. Im Camp Oerbke fehlten derzeit hauptsächlich Hygieneartikel, Windeln und Babynahrung.

hf

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