Erfolgreiche Separationsversuche zur Verteilung im Gärrest

Gezieltes Gewinnen von Nährstoffen

Harald Meyer, Agrarenergie Obernhausen, beim Siebwechsel des Separators.
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Harald Meyer, Agrarenergie Obernhausen, beim Siebwechsel des Separators.

Heidekreis – Wie kann es gelingen, Nährstoffe aus organischen Wirtschaftsdüngern gezielter zu gewinnen und damit auch gezielter zu nutzen? An dieser Frage arbeiten derzeit die Firmen Agrarenergie Obernhausen aus Bad Fallingbostel und der Maschinenhersteller Erich Stallkamp ESTA aus Dinklage gemeinsam mit dem 3N-Kompetenzzentrum im Heidekreis als Projektkoordinator.

Wie 3N in einer Pressemitteilung berichtet, werden seit November umfangreiche Separationsversuche mit dem Gärrest der Biogasanlage durchgeführt. Ziel ist die Optimierung der Nährstoffströme und die Erfassung der Abscheidegrade von Stickstoff und Phosphor im rohen und separierten Gärrest. Die Rohware wird durch verschiedene Separatortypen aufbereitet und in eine feste und eine flüssige Phase getrennt.

Verschiedene Siebgrößen und Drücke

„Im Projekt arbeiten wir mit den Separatoren PSS 2.2-400 und PSS 5.5-550. Durch verschiedene Siebgrößen und Anpressdrücke in der Verarbeitungskette führen wir eine Grob- und Feinseparation mit dem Gärrest durch“, so Projektleiter Berhard Glins von Erich Stallkamp ESTA. „Uns geht es dabei um eine praxisrelevante Datengewinnung und darum, die Potenziale durch eine angeschlossene Feinseparation innerhalb der Verarbeitungskette des Gärrestes auszuloten. Die Versuche werden mit und ohne Einsatz von Zuckerrüben durchgeführt.“

Siebe in unterschiedlichen Größen werden jeweils für einen bestimmten Versuchszeitraum in den Separatoren verbaut, um den Einfluss der Siebgröße auf die Abscheidegrade der Nährstofffrachten zu erfassen. Außerdem wird beim Separationsprozess zu jedem Siebeinsatz der Einfluss verschiedener Drücke untersucht. Zusätzlich soll die Auswirkung einer nachgeschalteten Feinseparation (Siebgröße 0,1 Millimeter) betrachtet werden. Dazu werden der rohe Gärrest und die separierten Phasen kontinuierlich beprobt und analysiert. „Wir erwarten von den Versuchen, die Verfügbarkeit der Nährstoffe im separierten Gärrest zu verbessern und eine transportwürdige feste Phase des Gärrestes zu generieren“, zeigt sich Landwirt und Mitbetreiber der Biogasanlage Harald Meyer, Agrarenergie Obernhausen, überzeugt.

Unterstützt werden die Untersuchungen im Rahmen des interregionalen EU-Projektes Biocas, in dem nachhaltige Verfahrensentwicklungen und deren Umsetzung begleitet werden. Das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie im Heidekreis und der Landkreis Heidekreis sind Projektpartner im internationalen Verbundprojekt der Nordseeregion.

Weitere Informationen

erhalten Interessierte unter heidekreis@3-n.info.

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