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Ein Lebenstraum hat sich erfüllt: Dörthe Gallus leitet das Hospizhaus in Dorfmark

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Eine Frau zwischen zwei Männern, im Hintergrund ein Gebäude.
Kurator Hubertus Greiner (r.) und der Vorsitzende des Vereins Hospizhaus Heidekreis, Dr. Sirus Adari, stellten die neue Leiterin Dörthe Gallus im Garten der Einrichtung vor. Fotos Müller © Müller

Dr. Sirus Adari und Hubertus Greiner stellten die neue Leiterin des Hospizhauses in Dorfmark, Dörthe Gallus, im Rahmen eines Pressegesprächs vor. Die Stelle war zuletzt vakant gewesen. Gallus hat bereits erste Konzepte für eine weitere Entwicklung des Hospizes entwickelt, das immer auf Spenden angewiesen ist.

„Wenn es den Knoten Dr. Sirus Adari nicht gäbe, wenn der Vorsitzende des Hospizhauses Heidekreis nicht alle seine unzähligen Verbindungen wieder ausgeschöpft hätte… Ich habe dem Doktor sehr viel zu verdanken“, sagte Dörthe Gallus, die neue Leiterin des Hospizhauses in Dorfmark, die im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt wurde. Sie sprach über ihre vielfältigen Aufgaben in einem nicht ganz leichten Arbeitsfeld. „Ich wurde hier so gut aufgenommen, von einem sehr freundlichen und absolut professionellen Team, dass ich von Beginn an mit Spaß und Freude aus Bergen zu meinem neuen Arbeitsplatz fahre.“

Das Hospiz war in den letzten eineinhalb Jahren in eine schwierige Situation gekommen, weil die Leitungsposition vakant wurde. Für uns war es daher ein absoluter Glücksfall“, so Adari, mit Dörthe Gallus eine Expertin auf diesem Gebiet zu finden.

Seit dem 1. Februar hat sie sich eingearbeitet, schon erste sinnvolle Konzepte für eine weitere Entwicklung des Hospizes entwickelt und sieht erste Früchte ihrer Arbeit.

Aufwertung des Gartens

Der Garten soll, wenn es nach Kurator Hubertus Greiner geht, in diesem Jahr besonders aufgewertet werden. „Wir wollen direkt an der Terrasse eine Art Wasserspiel anlegen, wollen zeigen, dass das Hospiz lebendig ist und einladen, immer wieder zu uns ins Haus zu kommen, gern auch zu vorbereitenden Informationsgesprächen oder zu Veranstaltungen, die das Hospiz und Dorfmark noch mehr verbinden sollen.“

Greiner berichtete, wie man sich schnell einig geworden sei, nach nur kurzen Vorstellungsgesprächen und einem „Undercover-Tag“ im Hospiz. „Wir haben sie in die richtige Kleidung gesteckt und als angebliche Hospitantin mitlaufen lassen, Und alle waren am Abend zufrieden. Wir haben uns sofort einigen können.“

„Hospizarbeit ist für mich alles“, sagt die 36-Jährige, die aus dem kleinen Dorf Katensen im Landkreis Celle kommt, im Heidekreis-Klinikum in Soltau den Pflegeberuf erlernte und in den Hospizdienst ging. Sie absolvierte eine Palliative-Care-Weiterbildung und erfüllte alle Anforderungen, die Aufgaben einer Leiterin in einem Hospiz zu erfüllen. Und Dorfmark gefiel ihr so sehr, dass sie dort zusagte.

Ein Segen für die Einrichtung, die 2018 gegründet und in der schon 316 Menschen betreut wurden. Das Haus hat einen positiven Ruf, nicht nur für Schwerstkranke aus dem Heidekreis – von Schneverdingen bis Schwarmstedt  –, sondern auch aus den Nachbarkreisen und darüber hinaus.

Greiner fasste es so zusammen: „Viele Angehörige sind sehr dankbar, hier mit ihrem Familienmitglied sein zu dürfen, es auf seinem letzten Weg in Würde begleiten zu können.“ Und das Hospiz-Team nehme ihnen viel Arbeit ab, versuche, den Patienten die vielfältigsten Wünsche zu erfüllen und ihnen in dieser Zeit im Hospiz ein möglichst schmerzfreies und beruhigendes Leben zu geben. Die Einrichtung habe viele sehr positive Berichte von begleitenden Familien erhalten, die sich später sogar noch mit Spenden für die Betreuung bedankt hätten.

Spenden benötigt das Hospiz in jedem Jahr. Greiner: „Die Krankenkassen finanzieren jeden der acht Plätze in diesem Jahr mit einem Kostenanteil von 95 Prozent. Aber fünf Prozent, das sind rund 80 000 Euro in jedem Jahr, müssen wir selbst finanzieren. Dafür benötigen wir Spenden aus allen Teilen der Bevölkerung.“ Die Bereitschaft sei groß, aber man müsse ständig daran arbeiten.

Für den neuen Wohlfühlgarten rund um das Haus seien jetzt Leader-Mittel zugesagt worden. Die Bürgermeister des Heidekreises hätten sich dafür massiv eingesetzt. Dafür sei man sehr dankbar. Denn Ziel sei es, das Areal rund um das Haus, in dem 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie vier Ärzte rund um die Uhr für das Wohl der zu betreuenden Menschen zuständig sind, einfach noch schöner zu gestalten. Und interessant zu machen für alle, die den „Erinnerungsbaum“ im Garten vor dem Haus besuchen wollten.  mü

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