Frauen im Camp / Kooperation von VHS, unternehmerinnen.tv und Johannitern

Flüchtlinge drehen Doku

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Hussein Alhamad, Kameraassistent und Lichttechniker aus Syrien, Ingeborg Brase, UTV, Kirsten Rickert, VHS Heidekreis, Mohammad Makkieh, Regisseur, Kameramann und Cutter aus Syrien, Anika Schön, Marketing UTV, Antje Diller-Wolff, Doris Lawrenz, Pressesprecherin Johanniter, und Talal El-doukhi, Sprachmittler Johanniter (von links).

Bad Fallingbostel - Wenn sich alle Beteiligten ehrenamtlich oder außerhalb ihrer Dienstzeit nachts noch E-Mails schreiben, um letzte Details zu klären, Probleme zu lösen oder Rahmenbedingungen zu klären, dann wird klar, alle wollen gemeinsam ein Ziel realisieren: ein bundesweit einzigartiges Projekt, ein Film von Flüchtlingen über Frauen, die in der größten Notunterkunft Norddeutschlands leben, im Camp Bad Fallingbostel.

Im Rahmen der bundesweiten Maßnahme „Perspektiven für Flüchtlinge – Potenziale identifizieren, Integration ermöglichen“ (PerF) suchte die Volkshochschule Heidekreis ein Medienunternehmen, das kurzfristig bereit war, zwei syrische Kameraleute in einem sechswöchigen Praktikum aufzunehmen, heißt es in einer Pressemitteilung. PerF ist ein bundesweites Programm zur Ermittlung von beruflichen Potenzialen und Kompetenzen von Flüchtlingen und Empfehlung von Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung an die Bundesagentur für Arbeit.

Journalistin und Regisseurin Antje Diller-Wolff und ihr Team von unternehmerinnen.tv (UTV) entwickelten mit Unterstützung der Johanniter ein ganzes Filmprojekt: Unter der Leitung von Antje Diller-Wolff wird ein dokumentarischer Film über Frauen im Camp Fallingbostel entstehen. Einblicke in dieser Form hat es für die Öffentlichkeit noch nicht gegeben. Einen von Flüchtlingen über Flüchtlinge gedrehten Film ebenfalls nicht.

Projekt und Akteure wurden an Hussein Alhamads 33. Geburtstag der Presse vorgestellt. Der syrische Kameramann und Lichttechniker lebt mit seinem Cousin, dem Regisseur Mohammad Makkieh, 29, in einer WG in Bad Fallingbostel. Sie waren zuvor drei Monate lang in der Notunterkunft untergekommen.

Von der Idee, einen Film über Frauen im Camp zu drehen, waren beide von Beginn an begeistert. In den Vorgesprächen mit Diller-Wolff waren sich die drei schnell einig, wie der Film erzählt werden sollte: nur O-Töne, kein Sprechertext, viele Bilder aus dem Alltag im Camp, die persönlichen Geschichten der Bewohnerinnen, ihre Erlebnisse, ihre Leben jetzt, ihre Zukunftspläne.

Die Dreharbeiten, die zwei bis drei Wochen andauern werden, haben am Montag begonnen. Danach geht es in den Schnitt und die Postproduktion.

Der Film soll am Mittwoch, 16. März, um 10 Uhr, in der VHS in der Rosenstraße in Soltau der Presse und Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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