Besuch des geplanten Neubaus

Prächtiges Klinikbild gezeichnet

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Hermann Norden, Gudrun Pieper, Karl-Ludwig von Danwitz und Gerd Engel (v.l.) freuen sich über die positive CDU-Reaktion zum neuen Krankenhaus. 

Heidekreis - Die einschneidende Entscheidung des Neubaus eines Krankenhauses bewegt die Gemüter im Heidekreis. Die CDU hat deshalb ihre Mitglieder zu einer geschlossenen Informationsveranstaltung nach Düshorn eingeladen, um in Ruhe intern die bisherige Planung vorzustellen. 

Fragen und Antworten im einem privaten Rahmen haben die zahlreich erschienenen CDU-Mitglieder an den geladenen Referenten Dr. Peter Magunia sowie an Hermann Norden, Gerd Engel, Gudrun Pieper und Karl-Ludwig von Danwitz richten können.

Magunia, Mitarbeiter bei der Roland-Berger-Unternehmensberatung, hatte die beiden Heidekreis-Kliniken im vergangenen Jahr auf Verbesserungen und Änderungsmöglichkeiten im Arbeitsablauf untersucht. Nun stand er den CDU-Mitgliedern Rede und Antwort zu den vielen Fragen, die der geplante Neubau mit sich bringt. Gerd Engel zeigte sich sehr zufrieden mit der internen Veranstaltung, die auf einem Entschluss des erweiterten Vorstands beruhte: „Hier haben wirklich alle sich getraut, kritische Fragen zu stellen, das war ein echter Erfolg.“

Hermann Norden berichtete von wesentlichen Punkten: „Es muss jetzt ein ordentliches Bauplanungsverfahren für eine Standortplanung durchlaufen werden.“ Erst wenn der Neubau begonnen hätte, könne man über die Nachnutzung der bisherigen Gebäude nachdenken, obwohl es auch jetzt schon nicht an Nachfragen interessierter Bewerber für die beiden Standorte mangele.

Gudrun Pieper ergänzte, diese einmalige Chance wäre vor zehn Jahren undenkbar gewesen. „Was wir jetzt an Förderung bekommen, wäre damals niemals möglich gewesen.“ Heute habe der Heidekreis eine „Chance, die nicht als Politikum verbrannt werden darf“. Wenn das scheitern würde, wäre das der Supergau für den gesamten Heidekreis.

Zusammenlegung der beiden Kliniken würde Situation verbessern

Karl-Ludwig von Danwitz erläuterte, was für eine Verbesserung die Zusammenlegung allein für die Fachpersonal-Fortbildung darstelle: Alles unter einem Dach, ohne die Fahrerei zwischen zwei Standorten, würde den Heidekreis für junge Mediziner wesentlich attraktiver machen und so die medizinische Versorgung verbessern. Hermann Norden wies noch einmal darauf hin, wie kompetent Magunia gewesen sei. Druck und Konkurrenz mit Krankenhäusern in Bremen, Hannover und Hamburg gebe es selbstverständlich, die Zusammenlegung der beiden Kliniken würde die Situation für den Heidekreis sehr verbessern.

Neues Haus solle über ca. 345 Betten mit Luft nach oben verfügen

Das neue Haus solle über 345 Betten verfügen, beide bisherigen Kliniken hätten zusammen 380 Betten, wovon 33 nicht genutzt werden können. „Wir haben zehn Prozent Luft nach oben, dann wären wir doch wieder bei 380 Betten für das neue Krankenhaus“, so Norden. Im Personalbereich werde es keine Veränderungen geben, wichtig sei die Neubesetzung der freien Chefarzt-Stellen gewesen: „Die Abteilungen bleiben die gleichen, aber wir wollen uns weiterentwickeln, eine Verbesserung der Neurologie zur Versorgung bei Schlaganfällen zum Beispiel.“ Wichtig sei die gute Kooperation mit Celle und Bad Bevensen. Alle zwei Monate treffe sich ein Planungsausschuss der Geschäftsführungen, Behandlungsketten in den Krankenhäusern können gemeinsam optimiert werden.

Gudrun Pieper sah im Neubau erhebliche Vorteile für die heute so dramatische Entwicklung von multiresistenten Keimen, „eine wesentliche Verbesserung, denn bei geplanten Eingriffen wird die Keimbelastung schon beim Hausarzt getestet. Wir können in einem modernen Haus viel besser auf diese Situation mit Räumen und Keim- Schleusen reagieren“, freute sie sich. Auch die Stationsapotheken seien so gut umzusetzen, sagte Gudrun Pieper. - cc

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