Fachtag zu den Themen „Aufsichtspflicht“ und „Vertretungsregelung“ durchgeführt

Sicherer Rahmen in der Kindertageseinrichtung

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Die Referentinnen Mailin Küsel (l.) und Evelin Tiedemann.

Heidekreis - Auf reges Interesse stieß der Fachtag für Kindertageseinrichtungen und Träger, zu dem Mailin Küsel, Kita-Fachberaterin vom Heidekreis, eingeladen hatte und an dem 80 Personen teilnahmen. Der Fachtag umfasste die Themen Aufsichtspflicht und Vertretungsregelung.

Zunächst wurde der Begriff Aufsichtspflicht erörtert. Gesetzlich ist nicht festgeschrieben, wie diese ausgeübt werden muss. Die Erzieherinnen sind verantwortlich, die Gefährdungen einzuschätzen und die Intensität der Aufsicht festzulegen. Auch das pädagogische Konzept der Kindertageseinrichtung beeinflusst die Aufsichtspflicht.

Marc Juschkat vom Gemeinde-Unfallversiche-rungsverband Hannover verdeutlichte die Bedeutung eines Betreuungsvertrages, der zwischen Kindertageseinrichtung und Eltern geschlossen wird. Einrichtungen hätten so die Möglichkeit, Sicherheitsaspekte zu regeln. Es könne beispielsweise das Tragen eines Rundschal bei Kindern untersagt werden, da dieser im Freispiel ein Gefährdungsrisiko darstelle. So eine Regelung könne Aufsichtspersonen entlasten.

Im zweiten Teil der Veranstaltung informierte Evelin Tiedemann vom Niedersächsischen Kultusministerium über die Vertretungsregelung in Kindergartengruppen. In der Praxis sind oft nicht ausreichend Vertretungskräfte vorhanden. Dabei verwies Tiedemann auf die Rechtslage. Die Träger sind danach verpflichtet, in Vertretungssituationen die Personalanforderungen des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder (KiTaG) einzuhalten. Somit muss in jeder Gruppe neben der Leitung eine zweite geeignete Fach- oder Betreuungskraft regelmäßig tätig sein. Die qualitative Betreuung der Kinder und die Verlässlichkeit gegenüber den Eltern sollen weiter gewährleistet werden.

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