Wenig Veränderungen bei den großen Parteien 

Erwarteter Erfolg für die AfD

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Mit gemischten Gefühlen, aber nach außen gut gelaunt, beobachten Landrat Manfred Ostermann (r.) und die Politiker Gerd Engel, Vorsitzender CDU-Kreisverband, Lars Klingbeil, Bundestagsmitglied und Kreisvorsitzender SPD, sowie die CDU-Bundestagsabgeordnete Kathrin Rösel (v.l.) die Ergebnisse. 

Heidekreis - Einen Sieg hat die CDU bei der Wahl zum neuen Kreistag des Heidekreises erzielt. Fast punktgenau, 36,98 Prozent (es fehlte zu dem Zeitpunkt nur noch einer von 180 Wahlbezirken), ist es den Christdemokraten gelungen, das Ergebnis von 2011 zu wiederholen. Damals hatten sie 36,99 Prozent erreicht.

Die SPD musste geringe Verluste verzeichnen. Nach 34,64 Prozent bei der vergangenen Kommunalwahl sind es diesmal 32,89 Prozent. Klare Verlierer der Wahl sind die Grünen, die 2011 12,54 Prozent erzielt hatten. Jetzt langte es noch für 9,41 Prozent.

Lars Klingbeil, SPD-Kreisvorsitzender, reagierte auf das Ergebnis der Kreistagswahl souverän und ehrlich: „Wir haben nicht erreicht, dass wir stärkste Fraktion im Heidekreis werden. Wir haben verloren, wenn auch nur leicht.“ Man werde bereits am Montag in den zuständigen Gremien über die Ursachen beraten und vor allem untersuchen, in welchen Orten die SPD verloren oder auch gewonnen habe. „Ich führe das Ergebnis auf das schlechte Erscheinungsbild der Bundes-SPD“ zurück, sagt Lars Klingbeil, der diese Wahl auf keinen Fall mit der vor fünf Jahren verglichen haben wollte. „Damals hatten wir ganz andere politische Voraussetzungen – und das bessere Ergebnis.“ Nach seiner Ansicht wird es in der nächsten Legislaturperiode keine schwarz-grüne Koalition mehr geben. Die CDU habe nur minimal zugelegt, während die Grünen doch starke Verluste hinnehmen mussten. „Wir hatten den Einzug der AfD in den Kreistag erwartet“, sagt Klingbeil. Sie werde sich jetzt politisch zu beweisen haben.

Gerd Engel, CDU-Kreisvorsitzender, war mit dem Ergebnis gestern Abend sehr zufrieden. „Unter den augenblicklichen politischen Verhältnissen mit dem Auftreten der AfD bundesweit müssen wir als CDU im Heidekreis von einem tollen Ergebnis sprechen. Die CDU konnte ganz leicht zulegen. Wie es jetzt im Kreistag weitergehen soll – dort hatte es die Gruppe mit den Grünen gegeben – könne er noch nicht sagen. „Das ist noch viel zu früh“. Die Einbrüche bei den Grünen kommentierte Engel mit einigen personellen Verlusten bei der Partei. Die AFD müsse sich nach ihren getanen Wahlversprechen erst einmal in der „Tagesarbeit“ beweisen. Engel bedauerte es sehr, dass nicht noch mehr Bürger zur Wahlurne gegangen seien. „Zwar haben wir eine leichte Verbesserung gegenüber 2011 erreichen können, aber ich finde es schade, dass sich nicht noch mehr Bürger für das Wählen entscheiden können.“

Landrat Manfred Ostermann kommentierte den Verlauf des Wahltages und den -abend positiv. „Wir haben nicht einen Anruf gehabt.“ Acht IT-Spezialisten und drei weitere Mitarbeiter sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Wahlabends.

Das Interesse im Kreishaus, wo sich zahlreiche Politiker informierten, war groß. Auch NDR Radio Niedersachsen berichtete aus Bad Fallingbostel. 

sal

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