Tag der offenen Tür

Einblick in die Saftfabrik „Eckes Granini“

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Der Andrang der Besucher in Bad Fallingbostel war groß.

Bad Fallingbostel - Noch nie hatten die Menschen aus der Region die Chance gehabt, einen Blick hinter die Kulissen der Fruchtsaftproduktion von Eckes-Granini im Gewerbegebiet in Bad Fallingbostel zu werfen. Dementsprechend groß war der Andrang beim ersten Tag der offenen Tür. Schon am Morgen brachten die ersten Busse interessierte Besucher, und gegen Mittag waren die vielen Anlaufstellen auf dem Gelände gut gefüllt.

Werksleiter Hermann Naumann führte Landrat Manfred Ostermann und Bürgermeisterin Karin Thorey durch die hypermodernen Anlagen. 16 Millionen Euro sind im vergangenen Jahr investiert worden.

Werksleiter Hermann Naumann. 

Beim Betreten der Produktionshallen begrüßte die Besucher sofort der typische Duft von Orangen. Zu sehen waren lange Reihen riesiger Isoliertanks mit Orangensaftkonzentrat. „Die Kühlschiffe für den Transport unseres Orangensaftkonzentrats brauchen aus Brasilien sechs bis zwölf Wochen bis nach Rotterdam oder Gent, und von dort aus kommt das gefrorene Konzentrat ohne Unterbrechung der Kühlkette nach Bad Fallingbostel“, so Naumann. Für zwei Millionen Flaschen Orangensaft, den Wochendurchsatz, lagert die „Rohmasse“ in den Tanks der Halle. „Im Ursprungsland wird das Wasser entzogen und die Masse gefroren, hier bei uns müssen wir das Wasser wieder zugeben.“ Die Fässer mit dem Fruchtfleisch würden schließlich über Dampf kurz erwärmt und im Crusher zerkleinert. „Das Wasser für die Saftproduktion beziehen wir von der Stadt Fallingbostel, es wird ununterbrochen auf seine Qualität überprüft.“ Die Firma verfügt zudem über einen eigenen Mineralbrunnen, der in die Apfelsaft-Schorle fließt.

„Wir wollen den Verbrauchern zeigen, was und wie wir produzieren, weil wir merken, dass viele Verbraucher grundlegende Dinge zum Fruchtsaft nicht mehr wissen“, so Klaus Heitlinger, Geschäftsführer der Deutschen Fruchtsaft-Industrie.

Sehr indrucksvoll war das neue Herz der Anlage – die Flaschenproduktion. Das Besondere liegt im Detail. Der Rohling wird von innen mit einer Glasschicht ausgeblasen, so dass der Verbraucher die Vorteile der leichten Flasche mit dem besseren Schutz der Glasflaschen genießen kann.

Die Flaschen werden etikettiert in Gebinde verpackt, bevor sie in einem Reinraum befüllt werden. „Der auf 72 Grad erwärmte Saft wird in nur 28 Sekunden in die Flasche gefüllt und dann der Sauerstoffrest aus der Flasche gepresst. Die Flasche wird luftdicht verschlossen und der Saft bekommt so eine lange Haltbarkeit“, erläuterte Reiner Pfuhl, Leiter Supply Chain Deutschland. 

cc

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