Gut besuchte Informationsveranstaltung zum Zentral-Klinikum Heidekreis

„Dorfmark als Standort wird es nicht geben“

Das Zelt auf dem Parkplatz des Gasthauses Meding war gut gefüllt, als das Thema „Zentrales Heidekreis-Klinikum“ in einer Informationsveranstaltung behandelt wurde.
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Das Zelt auf dem Parkplatz des Gasthauses Meding war gut gefüllt, als das Thema „Zentrales Heidekreis-Klinikum“ in einer Informationsveranstaltung behandelt wurde.

Dorfmark – Zum Schluss einer über zweieinhalbstündigen Informationsveranstaltung zum Thema Heidekreis-Klinikum wurde Landrat Manfred Ostermann in Dorfmark noch einmal deutlich. Vor 100 Besuchern im Zelt auf dem Parkplatz des Gasthauses Meding sagte er: „Dorfmark als Standort wird es nicht geben, so oder so nicht. Das Raumordnungsprogramm des Landes spricht in vielen Fakten dagegen. Wenn wir weiter diskutieren und wenn sich die Bürger beim Bürgerbegehren für Dorfmark entscheiden, wird es auch kein Zentral-Klinikum Heidekreis geben. Dann ist der Zug für uns abgefahren, für immer.“ Unterstützt wurde der Landrat in dieser Einschätzung von Fallingbostels Bürgermeister Karin Thorey.

Die einführenden Vorträge brachten jede Menge Information zum Thema und zeigten auf, wie wichtig ein zentrales Klinikum für den Heidekreis ist. Dr. Achim Rogge, Geschäftsführer des Heidekreis-Klinikums: „Wir haben an beiden Standorten, in Walsrode und Soltau, hervorragende Mediziner, sehr gut geschulte Mitarbeiter-Teams in allen Bereichen und Abteilungen, die man in Sachen Qualität niedersachsenweit suchen muss. Aber wir brauchen das zentrale Krankenhaus, das zentrale Angebot für unsere Patienten, mit allen wichtigen Abteilungen in einem Haus.“ Heute werde nach der Auslastung der Betten gerechnet, die Richtlinien hätten sich in den vergangenen Jahren geändert. „Und gerade hier müssen wir ansetzen.“

Rogge sprach sich für Einzelzimmer aus. „Gerade Corona hat gezeigt, wie wichtig dieses Angebot geworden ist.“ Die Möglichkeit, Isolierstationen und -betten für den Notfall vorzuhalten, sei ein weiteres wichtiges Thema geworden.

Der Landschaftsarchitekt und Planer des neuen Heidekreis-Klinikums, Georg von Luckwald, zeigte auf, dass die Fläche F4 in Bad Fallingbostel die einzig richtige Lösung sei, weil sie genügend Platz biete, bis zu 30 Hektar, von zwei Straßen erschlossen werde und das Grundzentrum Fallingbostel eine gute Infrastruktur habe. Ingenieur Dietmar Schulz aus Braunschweig ging auf die technische Einrichtung eines neuen Klinikums ein und präsentierte einige Ideen.

Rund 155 Millionen Euro soll das neue Klinikum mit einem Angebot von rund 340 Betten kosten. 50 Millionen muss der Landkreis beisteuern. Das war später ein Thema, das die Zuhörer diskutieren wollten. Gefragt wurde, woher das Geld denn kommen solle. Ostermann sagte, dass hier letztlich die Politik ihre Zustimmung geben müsse. Der Landkreis beabsichtige, einen langfristigen Kredit aufzunehmen und die Kreisumlage daran zu beteiligen. „Sie müssen aber nicht befürchten, dass sie gewaltig steigen wird.“

In zahlreichen Anfragen beschäftigten sich die Zuhörer, die aus vielen Teilen des Heidekreises gekommen waren, nicht nur mit der Frage der Finanzen für das neue Haus, sondern auch mit einem Antrag der „Soltauer Gruppe“, die Fristen für die Eingabe des Projektes an das Land zu verlängern. „Wir werden darüber im Kreisausschuss sprechen“, kündigte Ostermann an und sagte eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zu. So werde es in Kürze eine Briefwurfsendung zum Thema Heidekreis-Klinikum an alle Haushalte des Landkreises geben.

Es solle zudem noch weitere Informationsveranstaltungen in Soltau und in anderen Orten des nördlichen und südlichen Heidekreises geben, erzählte der Landrat abschließend.  mü

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