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Digitalpakt: 2,6 Millionen Euro für den Heidekreis

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Von: Katrin Preuß

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Kultusminister Grant Hendrik Tonne.  
Kultusminister Grant Hendrik Tonne.   © dpa

Spätestens seit mit Corona das Homeschooling begann, ist klar, dass Deutschland digital einiges aufzuholen hat. Gut, dass die Schulträger jetzt aus dem noch vor Corona beschlossenen Digitalpakt mit einem Budget von 6,5 Milliarden Euor ihren Honig saugen können. Auch der Heidekreis

Heidekreis – Insgesamt 6,5 Milliarden Euro umfasst das Budget des bereits 2019 beschlossenen Digitalpaktes, mit dem der Bund die Digitalisierung der Schulen vorantreiben will. Rund 2,6 Millionen Euro davon gehen jetzt in den Heidekreis. In einer virtuellen Sitzung „übergab“ Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Donnerstagnachmittag die entsprechenden Förderbescheide an Landrat Jens Grote.

Es ist so etwas wie eine erste Abschlagszahlung. Insgesamt sind für den Heidekreis 6 Millionen Euro Fördermittel reserviert, das Gros, 4,8 Millionen Euro, fließen in die sogenannte Verbesserung der digitalen Vernetzung, Stichwort schnelles Internet.

Hier, so erklärte Grote, stünden zahlreiche bauliche Maßnahmen bereits kurz vor dem Abschluss, soll heißen: Die 2,6 Millionen Euro aus dem Digitalpakt sind bereits ausgegeben. Auf das Bauliche folgt dann die Anschaffung von Geräten, beispielsweise Smartsboards. Maßgeblich sind hier die jeweiligen pädagogischen Konzepte der Schulen. „Die Technik dient der Pädagogik“, unterstrich der Kultusminister und wies schmunzelnd darauf hin, dass Vokabeln nach wie vor gelernt werden müssten. Den Schülern eröffne die Digitalisierung aber neue Möglichkeiten, sich Inhalte anzueignen.

Auch nach Rethem, an die Grund- und Oberschule, wird Geld gehen. Allerdings „nicht vor Mitte 2022“, wie Heidekreis-Sprecherin Cornelia Reithmeier auf Nachfrage erklärte. Aktuell laufen in Rethem noch die Planungen.

„So eine Bescheidübergabe hat eine lange Vorgeschichte“, wies denn auch Minister Tonne darauf hin, dass die Mittel aus dem Digitalpakt nur dann fließen, wenn den Anträgen ganz konkrete Vorhaben zugrunde liegen. In diesem Zusammenhang dankte er allen Beteiligten, Politik vor Ort, Schulträgern und den Akteuren in den Schulen, für die großen Kraftanstrengungen, mit denen sie das Lernen mit digitalen Medien vorantrieben. Ein Dank, dem sich der Landrat nur anschließen konnte.

Grote erinnerte sich an die eigene Schulzeit, als er einer der „Freaks in der Computer-AG“ gewesen sei, ausgestattet mit „Exotenwissen“. Die Technik habe sich seitdem rasant entwickelt, alle müssten hier am Ball bleiben. Und so wünschte der Landrat sich von der Politik, die Schulträger auch über das Ende des aktuellen Digitalpaktes hinaus zu unterstützen. Dessen Laufzeit endet 2024.

„Die Ausstattung der Schulen mit Technik ist eine fortlaufende Aufgabe“, stimmte der Kultusminister dem Landrat zu. Tonne verwies auf den Koalitionsvertrag der drei Regierungsparteien, der die Fortführung des Digitalpaktes bis 2030 vorsehe. „Dieses Signal finde ich ausdrücklich positiv,“ so der Minister abschließend.

Von Katrin Preuß

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