Kreislandfrauen überreichen Erntekrone

Oestmann: „Die Bauern bei uns haben Angst“

Männer und Frauen, stehend und sitzend, mit einer Erntekrone.
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Die Kreislandfrauen aus den beiden Altkreisen Soltau und Fallingbostel sowie das Landvolk des Heidekreises überreichten dem Landkreis die Erntekrone und zogen eine kritische Bilanz (Auf den Stufen sitzend von links): Kreislandfrauenvorsitzende Edith Schröder aus Soltau, stellvertretende Landrätin Claudia Schiesgeries aus Schwarmstedt, Kreislandwirt Jochen Oestmann und Kreislandfrauenvorsitzende Andrea Evers aus Rethem-Moor.

Bad Fallingbostel – Die stellvertretende Landrätin Claudia Schiesgeries aus Schwarmstedt hat in diesem Jahr so viele Schmetterlinge gesehen wie nie zuvor. „Vielleicht ist es ein Zeichen für Ihre Aktion mit den Blühwiesen“, sagte sie am Montagmorgen, als die Kreislandfrauen aus Soltau und Fallingbostel die Erntekrone im Kreishaus übergaben.

Zufriedenstellende Ernte-Bilanz

Vor den Mitgliedern des Kreisausschusses zogen Kreislandwirt Jochen Oestmann, Landvolk-Kreisgeschäftsführer Klaus Grünhagen und die beiden Kreislandfrauen-Vorsitzenden eine durchaus zufriedenstellende Bilanz der Ernte in diesem Jahr, sprachen aber deutliche Worte, als sie vor den weiteren wirtschaftlichen Entwicklungen für die Landwirtschaft im Heidekreis warnten.

„Familien bangen um Existenz“

Oestmann berichtete von Reaktionen aus dem wichtigsten Bereich des Heidekreises: „Die Bauern bei uns haben Angst. Es ist mir zu leise geworden. Die Familien bangen um ihre Existenz.“ Politik und Verbraucher seien gefordert, darauf zu reagieren. Der Preis für die Produkte aus der heimischen Landwirtschaft müsse ein anderer werden.

Die Kreislandfrauenvorsitzende im Altkreis Soltau, Edith Schröder, wies auf die Entwicklung der Landwirtschaft hin und erinnerte daran, dass die Bauern immer mehr Vorschriften zu befolgen haben. „Früher konnten wir die Kühe im Stall ohne zusätzliche Bedingungen von außen melken, heute haben wir Auflagen zu erfüllen, die sicherlich richtig sind, aber die Arbeit stark beeinflussen.“ Der Landwirt sei mehr im Büro als im Stall, weil die Anforderungen höher würden.

Bestes Maisjahr seit langem

Oestmann sprach vom wohl besten Maisjahr seit langem. Der Mais stehe sehr gut und werde einen ordentlichen Ertrag bringen. „Und das, obwohl wir dieses Jahr so feuchtes Wetter hatten.“ Die Getreidepreise seien gestiegen, erfreulich für den Landwirt, weniger für die weiterverarbeitenden Betriebe. Auf der anderen Seite habe es bei den Schweinepreisen, bedingt auch durch die Pandemie, einen starken Verfall gegeben. Das sei nicht gut.

Weichen für lebendige Landwirtschaft stellen

Oestmann forderte die Politik auf, die richtigen Weichen für eine weiterhin lebendige Landwirtschaft zu stellen. Den Verbrauchern müsse bewusst werden, dass sie für regionale Produkte entsprechende Preise zahlen müssten, damit Landwirtschaft in Zukunft im Heidekreis bestehen könne.  mü

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