CDU-Bundestagsabgeordneter spricht mit Landvolkverbänden Rotenburg und Heidekreis

Grindel begrüßt Ende der Milchquote

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Sprachen über das Ende der Quote (v.l.): Christian Intemann und Andre Mahnken, Landvolk Rotenburg-Verden, Jochen Oestmann, Reinhard Grindel, Familie zum Felde und Jörn Ehlers (3.v.r.).

Heidekreis - „Die Milchquote hat weder den Strukturwandel in der Landwirtschaft noch die schwankenden Milchpreise verhindern können. Gleichzeitig haben die Quotenkosten die Milchbauern erheblich belastet. Insofern ist das Ende der Milchquote zu begrüßen.“ Diese Bilanz zog der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel in einer Pressemitteilung nach einem Gespräch mit den Landvolkverbänden Rotenburg-Verden und Heidekreis.

Der Abgeordnete traf sich mit den Vertretern der Landwirte auf dem Betrieb des Milchbauern Friedhelm zum Felde in Ottingen. Friedhelm zum Felde, der seinen Betrieb nach dem Auslaufen der Quote erweitern will, berichtete, dass der Betrieb durch die Regulierungsmaßnahme Kosten in Höhe von rund 500000 Euro gehabt habe.

Jörn Ehlers (Rotenburg-Verden) und Jochen Oestmann (Heidekreis) betonten gegenüber dem CDU-Politiker, dass die Quote die Erwartungen aus Erzeugersicht nie erfüllt habe. Die Einkommen der Milchviehhalter hätten deutlich hinter denen der Ackerbauern und Veredelungsbetriebe gelegen. Erst seitdem die Nachfrage auf dem Weltmarkt gestiegen und die Exportanstrengungen der Molkereien Früchte getragen hätten, hätten sich die Auszahlungspreise zeitweise aus der Talsohle bewegt.

Grindel sieht in einer guten Exportstrategie die Perspektive der Milchbauern vor Ort. „Die Weltbevölkerung wächst und damit auch die Nachfrage vor allem in China und einer Reihe von Schwellenländern.“

Die Landvolkvertreter beklagen, dass das Land Niedersachsen die Förderung von artgerechten Stallneubauten erheblich reduziert habe. Dieses passe nicht zum angeblichen Ziel der Landesregierung, mehr für das Tierwohl tun zu wollen.

Große Sorgen haben die Landwirte wegen der Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie im Rahmen der Düngemittelverordnung. Hier drohe nicht nur eine neue massive Bürokratielast, sondern auch neuer Druck auf die landwirtschaftlichen Flächen, weil deren Bewirtschaftung weiter eingeschränkt werde. Grindel: „Die Landwirte in unserer Region arbeiten eng mit den Wasserschutzverbänden zusammen und bewirtschaften ihre Flächen verantwortungsvoll. Insofern müssen wir alles unterlassen, was über die EU-Vorgaben hinausgeht und am Ende die Pachtpreise weiter steigen lässt.“

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