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Landrat Jens Grote blickt auf seine ersten 100 Tage im Amt zurück

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Zieht nach den ersten 100 Tagen im Amt ein positives Resümee: Jens Grote.
Zieht nach den ersten 100 Tagen im Amt ein positives Resümee: Jens Grote. © Klaus Müller

100 Tage ist er nun im Amt, Jens Grote, neuer Landrat des Heidekreises. Ein guter Grund, einmal nachzufragen, wie es dem Hannoveraner in den ersten drei Monaten so ergangen ist.

Bad Fallingbostel/Heidekreis – Er strahlt über das ganze Gesicht, genauso wie die Sonne, die an diesem sonst blassen Tag in sein Dienstzimmer eindringt: „Ich bin sehr zufrieden mit den ersten 100 Tagen meiner Tätigkeit im Heidekreis, fast ein wenig glücklich, und freue mich jeden Tag auf neue Anforderungen, die mir dieser Landkreis stellt.“ Jens Grote ist angekommen im flächenmäßig größten Landkreis Niedersachsens.

Am 1. November vergangenen Jahres wurde er zum Landrat gewählt. Das gab seinem Leben noch einmal eine andere Richtung: „Ich wollte mich noch einmal neu positionieren“, sagt der ehemalige Präsident der Landesaufnahmebehörde. Jetzt sitzt der Presse ein lockerer freundlicher Mensch gegenüber, der weiß, wovon er spricht, der die wichtigsten Themen der Zeit im Heideland erkannt hat. Und der sich als Hannoveraner wohlfühlt bei den Heidjern.

Er sei sofort von den dringendsten Themen des Heidekreises eingenommen worden, sagt er. „Ich habe sehr viel Zeit verbracht, die Impfteams aufzustellen, habe sehr viele Fachgespräche mit Ärzten und dem Gesundheitsamt geführt. Gemeinsam haben wir aufkommende Schwierigkeiten bisher gut bewältigen können.“ Gerade habe ihm die Stiko mitgeteilt, dass sie für Menschen über 70 Jahre die vierte Impfung empfehle. „Wir konnten bereits am Donnerstag darauf reagieren und die ersten Impfungen dieser Art vornehmen.“ Dem Landkreis stehe genügend Impfmaterial zur Verfügung, „weil leider wieder eine Art Impfmüdigkeit eingetreten ist“.

Er verstehe auf der anderen Seite das Verhalten der Bürger, „denn zwei Jahre Corona zermürben die Menschen“. Er selbst sei geboostert, „aber auch mich kann die Krankheit jeden Tag treffen“.

Zustand der Schulen ein großes Thema

Der Landrat hat schnell begriffen, dass der Zustand der Schulen eines der großen Themen im Landkreis ist. Vor allem im Südkreis, an der Oberschule in Walsrode oder in Bomlitz, gebe es große Probleme zu bewältigen. Gerade sei er auf Schnell-Exkursion in den Schulen des Heidekreises unterwegs gewesen. „Die Landkreisverwaltung wird Lösungsvorschläge erarbeiten und versuchen, sie in der nächsten Schulausschuss-Sitzung im März vorzulegen“, sagt Grote. Es werde aber nicht einen einzigen Weg geben. Und er glaube noch nicht daran, dass dann schon über eine IGS abschließend gesprochen werde. Wichtig für ihn sei aber die enge Kommunikation mit den Schulleitern, ein ständiger Gedankenaustausch.

800-köpfiges Team in der Kreisverwaltung

Jens Grote hat sich als Vorsitzender des Verwaltungsrates im Heidekreis-Klinikum auch in dieses große Thema der Region eingearbeitet. „Wir haben jetzt die Unterlagen dem Land präsentiert und werden als nächstes die Bürgerinnen und Bürger in der kommenden Woche über die weiteren Schritte informieren“, sagt er.

800 Mitarbeiter zählen die verschiedenen Bereiche der Kreisverwaltung. „Ein Schwerpunkt war, mein Team kennenzulernen. Ich kann heute feststellen, dass wir in der Verwaltung gut zusammenarbeiten, dass ich sehr gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an meiner Seite habe, auf die ich mich unbedingt verlassen kann.“ Wichtig in einer Zeit kaum endender Aufgaben. „Ich kann jetzt auch problemlos das tun, was ich besonders mag: Aufgaben an mein Team delegieren.“

Abschalten beim Spaziergang

Dass die Familie kürzer kommen würde, wussten die Grotes schon beim Amtsantritt im November. „Meine Frau hat sofort mitgezogen, hat mich stark gemacht für das Amt.“ Die beiden Mädchen sind aus dem Haus, interessieren sich für Journalismus oder erst einmal für die große Welt, aber verfolgen natürlich immer noch, was der Vater in seinem neuen Arbeitsbereich unternimmt. „Und wenn ich am Wochenende nach Hause komme, wartet unser Hund, ein Australien Shepherd, auf uns. Und dann geht es hinaus auf den Kronsberg bei Bemerode oder in die Eilenriede. Hier kann ich dann auch endlich einmal abschalten. Und das ist gut so.“

Von Klaus Müller

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