Feier in der Heidmarkhalle in Bad Fallingbostel

83 Auszubildende freigesprochen

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Die erfolgreichen Absolventen der Gesellenprüfungen erhielten in der Heidmarkhalle ihre Prüfungszeugnisse. 

Bad Fallingbostel - „Die gute Konjunktur im Handwerk beschert Abgängern aller Schulformen gute Chancen“, sagte Kreishandwerksmeister Friedhelm Eggers im Rahmen seiner Begrüßung der 83 Auszubildenden, die zum Höhepunkt ihrer Berufsausbildung in die voll besetzte Heidmarkhalle gekommen waren. Im Rahmen der Freisprechungsfeier nahm der Nachwuchs die Prüfungszeugnisse in Empfang.

Da in den Betrieben eine gute Auftragslage herrsche, würden sie gerne noch mehr Fachkräfte ausbilden, erzählte Eggers. Landrat Manfred Ostermann pflichtete ihm bei: „Das Handwerk hat goldenen Boden.“ Auch wenn es an Jahrhunderte alte Traditionen anknüpfe und diese Aussage verstaubt klingen möge, sei sie aktueller denn je. „Das heißt aber auch, dass Sie durch permanentes Lernen in Zukunft mit dem technischen Fortschritt mithalten müssen, wenn Sie up to date bleiben wollen“, empfahl er. Da deutsche Produkte und Handwerksleistungen auch in anderen Ländern geschätzt würden, stehe den jungen Leuten die Welt offen.

Freisprechung bedeutete im Mittelalter die Entlassung des Lehrlings aus dem Familienverbund des Handwerksmeisters und die Übernahme in die entsprechende Zunft. „Freisprechung bedeutet heute die Entlassung in eigene Verantwortlichkeit“, erzählte Gaby Tinnemeier, Leiterin der Berufsbildenden Schulen Soltau. Dabei betonte sie die Freiheit und die Verantwortlichkeit für eigene Entscheidungen, um Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. „Die größte Herausforderung sehen Sie jeden Morgen im Spiegel“, sagte die Schulleiterin mit einem Schmunzeln. In der Berufszufriedenheit sieht sie einen elementaren Bestandteil eines erfüllten Lebens.

19 der Freizusprechenden aus den Bereichen Elektrotechnik, Maurer, Anlagenmechaniker, Metallbau und Kraftfahrzeugmechatronik konnten ihr Zeugnis mit einer zusätzlichen Auszeichnung in Empfang nehmen. Sie hatten ihre Gesellenprüfung mit der Note „gut“ bestanden. Über eine besondere Auszeichnung können sich Nicolas Richter (Metallbauer) und Dennis Witthöft (Zimmerer) freuen. Beide haben sich im vergangenen Jahr dem Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjungend unterzogen und konnten sich mit ihren Gesellenstücken als Kammersieger qualifizieren. Darüber hinaus wurde Nicolas Richter Landessieger und errang auf Bundesebene den dritten Platz. Richter erhält für seine Leistung zusätzlich einen 350-Euro-Scheck des Rotary Clubs.

 jh

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