610 Jugendliche vertiefen ihre Feuerwehrkenntnisse 

„Ausbildung ist Sozialarbeit“

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Bürgermeisterin Karin Thorey lobt den Eifer, mit dem die Jugendlichen ihre feuerwehrtechnischen Kenntnisse erweitern.

Bad Fallingbostel - „Ich weiß, dass Feuerwehrleute mit sprichwörtlichem Feuereifer bei der Sache sind“, lobte Bürgermeisterin Karin Thorey die 610 Jugendlichen, die am vergangenen Sonnabend zu ihrem Zeltlager nach Bad Fallingbostel angereist waren. Es ist das 15. Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren im Heidekreis.

Diesmal steht das Zeltlager unter einem besonderen Vorzeichen, so Kreisjugendfeuerwehrwartin Silke Fricke: „Die Kreisjugendfeuerwehr feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum.“ Aber nicht nur Jugendliche aus dem Heidekreis haben die Zeltstadt hinter der Heidmarkhalle bezogen. Jungen und Mädchen von befreundeten Feuerwehren aus Solingen, Berlin, Hamburg und Hattendorf im Schaumburger Land nehmen in dieser Woche die Gelegenheit wahr, gemeinsame Interessen auszutauschen und neue Freundschaften zu schließen.

„Das Programm gibt wieder einmal vieles her, um übergeordnete Lernziele im sozialen Bereich zu erreichen“, sagte Ive Böse, Gemeindejugendwart der Ortsfeuerwehr Ahlden. Und somit weiß auch Andreas Schulenburg, Stadtbrandmeister der Stadt Bad Fallingbostel: „Ausbildungsarbeit ist Sozialarbeit.“

Besondere Augenblicke gibt es viele während des Zeltlagers, die Berüßung gehört dazu. 

Neben dem feuerwehrtechnischen Lernprogramm stehen sportliche Aktivitäten auf dem Stundenplan und sogar der Wettbewerbsgedanke kommt nicht zu kurz. Aber nicht nur die sportlichen Leistungen werden bewertet, auch die Durchführung eines Löschangriffs wird mit Argusaugen beobachtet und eingestuft. Auf theoretische Fragen sollten die Jugendlichen schließlich die passende Antwort wissen. „Jede Gruppe hat die Chance, eine Leistungsspange zu erwerben“, erläuterte Ive Böse im Gespräch mit dieser Zeitung.

Darüber hinaus hat das Vorbereitungsteam Orientierungsmärsche bei Tag und bei Nacht geplant und beim „Spiel ohne Grenzen“ können Gruppen nochmals Geschick und Teamgeist beweisen.

Bei all dem Leistungsgedanken soll der Spaß nicht zu kurz kommen; Kino- oder Freibadbesuch sind eingeplant und ein Tag zur freien Verfügung. Damit jeder Teilnehmer sich informativ über das Lagerleben auf dem Laufenden halten kann, hat sich ein Redaktionsteam gebildet, das täglich eine Zeitung herausgibt.

Die Hälfte der Teilnehmer ist weiblichen Geschlechts, was zu Beginn der Jugendarbeit vor fünf Jahrzehnten noch undenkbar gewesen war. Sie durchlaufen das gleiche Programm wie die Jungen und auch später, in der aktiven Wehr, nehmen sie als Feuerwehrfrauen die gleichen Aufgaben wahr wie die männlichen Aktiven.

Etwa 100 Betreuer haben sich in den vergangen Wochen um die Vorbereitung und Durchführung des wahren Mammutprojekts gekümmert. „Es sind insbesondere die Kameradinnen und Kameraden der Bad Fallingbosteler Wehr, die bereits seit Wochen hier vor Ort tätig waren“, lobte Silke Fricke deren Einsatz. Und die meisten von ihnen verbrächten ihren Jahresurlaub nicht auf Mallorca, sondern hinter der Heidmarkhalle.

jh

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