Auch im Heidekreis im Einsatz / Innenminister startet Pilotprojekt

Tablets im Streifendienst

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Noch schneller: Tablets sind auch bei der Polizei im Heidekreis in der Erprobung.

Heidekreis - Moderne Technik, schnell und effektiv, davon will auch die Polizei profitieren. 60 Tablets und mobile Endgeräte werden jetzt im Einsatz- und Streifendienst der Niedersächsischen Polizei getestet. Auch der Heidekreis ist dabei. Der Leiter der Polizeiinspektion, Direktor Stefan Sengel: „Es ist wichtig, Erkenntnisse darüber nicht nur in Ballungszentren, sondern auch in einem Flächenlandkreis zu erproben.“

Im Bereich der Polizeiinspektion Heidekreis sind die Tablets in den Funkstreifenwagen der Polizeidienststellen Soltau, Walsrode, Bad Fallingbostel, Munster, Schneverdingen und Schwarmstedt im Einsatz. Sie verfügen über eine sichere Internetanbindung und es sind erste polizeiliche „Apps“ vorinstalliert. Die Beamtinnen und Beamten können damit bereits im Fahrzeug während der Anfahrt zu einem Einsatzort oder nach Beendigung des Einsatzes die ersten Daten in das Vorgangsbearbeitungssystem eingeben und später am Schreibtisch quasi nahtlos daran anknüpfen.

Die verschiedenen Abfragemöglichkeiten, die direkt am Einsatzort oder unterwegs möglich sind, stellten wegen des verkürzten Kommunikationsweges und des zeitlichen Aspektes einen deutlichen Vorteil dar. Die ersten Rückmeldungen von den Streifenbeamten seien überwiegend positiv, so Sengel. „Dennoch werden die Tests in den Dienststellen noch bis Ende Februar 2016 andauern.“

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hatte das Pilotprojekt in den Polizeidirektionen Osnabrück, Oldenburg und Lüneburg offiziell gestartet. „Auf den in die IT-Infrastruktur der Polizei sicher eingebundenen Tablets können die Beamtinnen und Beamten schnell und sicher Fachanwendungen nutzen oder mobil Auskünfte abfragen“, lobte er. Minister Pistorius sagte zudem in Oldenburg: „Natürlich soll die niedersächsische Polizei die riesigen Möglichkeiten von Tablets und mobilen Endgeräten schnellstmöglich in vollem Umfang nutzen können. Darum geht es bei diesem Projekt. Die Polizei kann damit vor Ort noch schneller arbeiten. Ich verspreche mir sehr viel von den Möglichkeiten der Geräte, übrigens auch, was das immer noch mühevolle Nacharbeiten von erfassten Daten am Schreibtisch angeht: diese werden ab sofort direkt vor Ort ins System eingegeben, was die Polizei auf der Straße deutlich effizienter machen wird.“

Durch die Erprobungsphase soll festgestellt werden, wie und ob sich die Geräte für polizeiliche Zwecke eignen, wie es um die Netzleistung und -abdeckung bestellt ist und ob der Zugriff auf polizeiliche Daten und Abfragesysteme für die Bedürfnisse im täglichen Dienst ausreichend ist.

Der Datenschutzbeauftragte der Polizeidirektion Niedersachsen begleitet das Vorhaben sehr eng. Zudem wurde das Projekt mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz abgestimmt. Die Tablets sind mit einem speziell gesicherten Betriebssystem ausgestattet, um die Informationssicherheit zu gewährleisten und personenbezogene Daten zu schützen.

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