Alte Schätzchen am Kurhaus 

Oldtimertreffen: Der Adler schafft noch 60 Sachen

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Wilhelm Denecke mit seinem Adler KL 5/13, ein Prachtstück unter den Oldtimern. 

Bad  Fallingbostel - Wilhelm Denecke ist zum sechsten Mal beim großen Oldtimer-Treffen in Bad Fallingbostel am Start. Auch am Sonntag trat er direkt neben dem Kurhaus mit seinem uralten Adler KL 5/13 an. Denecke ist schon ein wenig stolz auf das über 100 Jahre alte Auto, das immer noch fahrtüchtig ist und es auf flotte 60 Stundenkilometer bringt. Frisch geputzt konnte sich der Adler auch neben den jüngeren Oldtimern noch sehen lassen, die am Kurhaus ihr Treffen hatten.

Beim Adler blieben die Autofans auf der Schau der mobilen Senioren immer stehen. „Für die Hupe braucht man etwas Kraft, aber sie tut’s noch“, erklärte der stolze Besitzer. Nur das Einsteigen in den 1914 gebauten Wagen ist nicht so leicht und man sitzt ziemlich tief. 13 PS zaubert der betagte Renner aus seinem 1300-Kubikzentimeter-Motor. Daten und Fakten des Adler, einer Legende. „Ja, es macht Spaß, mit dem Wagen zu fahren“, sagt der 82-Jährige, der sehr gern auf dem Markt der Oldtimer unterwegs ist. „Das ist mein Ding.“

Viele ähnliche Modelle konnten die Fans der rollenden Juwelen an diesem Sonntag in Bad Fallingbostel sehen, herrliche Stücke, schön gestylt, manche vielleicht auf ihrer letzten Fahrt. Und die Oldtimerfans haben sich ausgetauscht, haben erzählt von anderen Prachtstücken, „die Du eigentlich nur noch schreddern konntest, so zerfallen waren sie.“ Aber sie alle sind Hochleistungstechniker, Handwerker, die gebastelt haben und immer wieder Kunstgriffe anwenden, um ihre Lieblingsmodelle auf Vordermann zu bringen.

Alle Oldies kamen an, die sich angesagt hatten. Nur einer nicht, ein uralter Ford Taunus aus dem Rheinland. Der habe aufgeben müssen, hieß es bei den Organisatoren. Antje Nielsen ist die stellvertretende Vorsitzende im Verkehrsverein der Stadt. Gemeinsam mit dem Kneippverein hat sie das Programm für diese Sommertage in Bad Fallingbostel zusammengestellt.

Die Beteiligung wächst von Jahr zu Jahr

Nielsen freute sich über die vielen Besucher rund um das Kurhaus und dankte den unzähligen Helferinnen und Helfern. Die Zusammenarbeit mit den Oldtimer-Freunden sei gut. „Das wird immer besser“, sagte sie und wies auf eine ständig größere Beteiligung hin. Kein Wunder, die Musik kam offenbar ebenso wie das Beiprogramm und die Preise für Kuchen und Kaffee an.

Mit diesem Konzept wollen die Organisatoren weiter machen. Veranstaltungen wie das Entenrennen am 2. September und, noch ganz weit entfernt, das „Weihnachtsbaum-Suchen“ am zweiten Dezemberwochenende in der Lieth, sind in Vorbereitung. Auch erste Pläne für 2019 gibt es, das große Sommerfest soll erstmals seit langer Zeit auch die neue Vogteistraße im strahlenden Sonnenschein präsentieren.

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