Für das geplante Hospizhaus

500.000-Euro-Förderbescheid überreicht

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Herbert Voedisch, Birgit Honé, Dr. Sirus Adari und Walter Weber (von links) mit dem Förderbescheid.

Dorfmark - Rund 500.000 Euro in den Händen zu halten, ist wohl für jeden ein überwältigendes Gefühl: Staatssekretärin Birgit Honé hatte die Ehre, den Förderbescheid über eine knappe halbe Million Euro für das geplante Hospizhaus in Dorfmark zu überreichen.

Die Johanniter wurden durch Herbert Voedisch vertreten und der Vorstand des Vereins Hospizhaus Heidekreis durch Dr. Sirus Adari. Dieser hatte lange Jahre alle nur denkbaren Türklinken geputzt, um für die Menschen des Heidekreises ein Hospizhaus bauen lassen zu können: Jetzt wird der erste Spatenstich erfolgen.

Pastor i.R. Walter Weber, Werkmeister der Hannoverschen Genossenschaft des Johanniterordens, erzählte von den drei Phasen, die ein solch großes Projekt braucht: Zur ersten Phase gehörten die Einsicht, dass ein solches Haus benötigt werde, und die Initiative, mit der Planung zu beginnen. 

Adari habe den Verein gegründet, und gemeinsam habe der Vorstand dafür gearbeitet, das Hospizhaus Wirklichkeit werden zu lassen. Weber dankte der Stadt Fallingbostel und dem Heidekreis, vertreten durch Kreisrat Oliver Schulze, sowie einem privaten Sponsor, der weitere 500.000 Euro zur Verfügung gestellt hat.

Finanzierung wird konkreter

Der zweiten Phase, der Finanzierung, sei diese Feier gewidmet. Weber erläuterte, dass Hospizhäuser sich nach dem Gesetz nicht zu 100 Prozent selber tragen dürften, neuerdings aber nach einer Gesetzesänderung im Bundestag wenigstens zu 95 Prozent. Er freue sich sehr, dass die Deutsche Krebshilfe weitere 300.000 Euro in Aussicht gestellt habe. 

Das Deutsche Hilfswerk und die Klosterkammer Hannover hätten ebenfalls Unterstützung signalisiert. Insgesamt sind rund zwei Millionen Euro Kosten für das Hospizhaus veranschlagt. Der dritte Schritt liege nun in den Händen der Johanniter, so Weber. Diese hätten die nötige Erfahrung und zeichneten für den Bau und Betrieb des Hospizes verantwortlich.

Schulze sprach Adari seinen Dank aus: „Der Heidekreis weiß, was er an Ihnen hat.“ Das Hospizhaus sei kein Selbstläufer gewesen. Man müsse sich an einem solchen, guten Tag für den Heidekreis vor Augen führen, in welcher Situation die Dienste des Hospizhauses in Anspruch genommen würden: „Hier kümmern sich erfahrene Betreuer um die Versorgung schwerstkranker Patienten auf ihrem letzten Lebensweg. Sie sind bei medizinischem und seelischem Leid für die Patienten, aber auch für die Angehörigen da.“

Vorstellung des Gebäudes

Herbert Voedisch, Geschäftsführer des Johanniterhauses Bremen, stellte das künftige Gebäude am Koppelweg vor. Der „Raum der Stille“ habe einen ebenso großen Stellenwert wie der großzügige Wohnbereich, der den neun Patientenzimmern zugeordnet sei. Ende August begännen die Bodenarbeiten, ein dreiviertel Jahr Bauzeit sei realistisch.

Schließlich überreichte Honé den Bescheid und eine Tafel für das Hospizhaus: „Das Schild zeigt, was Europa für uns hier leistet.“ Das Geld für den Bau komme unter anderem aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds Eler. Das Hospizhaus stelle eine „Verbesserung der Daseinsvorsorge im ländlichen Bereich“ dar. Sie sei beseelt von den vielen Projekten, von großer Kreativität, die sie im Land sehe, so Honé. - cc

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