Karin Thorey und Andreas Ege unterschreiben Gebietsänderungsvertrag

32,6 Hektar für Gewerbe an der A 7

Wiese mit einem Zaun, im Hintergrund Bäume.
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Bad Fallingbostel bekommt 32,6 Hektar Gewerbefläche direkt an der Bundesautobahn dazu.

Bad Fallingbostel – Es war ein historischer Augenblick am Mittwoch im Kursaal der Stadt Fallingbostel. Im Beisein von Vertretern aus Politik und Verwaltung unterzeichneten Fallingbostels Bürgermeisterin Karin Thorey und der Bezirksvorsteher des Gemeindefreien Bezirks Osterheide, Andreas Ege, einen Gebietsänderungsvertrag, den die beiden Kommunen über lange Zeit vorbereitet hatten.

Erweiterung der städtischen Gewerbeflächen um 32,6 Hektar

Die Kreisstadt erweiterte mit dieser Unterschrift und dem Siegel des Landkreises, das Landrat Manfred Ostermann gleich mitbrachte, ihre Gewerbeflächen um 32,6 Hektar.

Anschluss der Fläche mit einem Kreisel

Zwischen dem ehemaligen englischen Wohnbereich und der Autobahn 7 hat Bad Fallingbostel ein „Sahnestück“ erhalten, wie es der Landrat formulierte. „Wir werden hier, ähnlich wie in Dorfmark, einen Kreisel bauen und damit die Verbindung auf diese Fläche herstellen“, sagte Thorey.

Verhandlungen mit Bundeswehr und BIMA

Die Bürgermeisterin hatte seit ihrem Amtsantritt immer wieder mit der Bundeswehr und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) darum gekämpft, die Fläche zu erhalten. Auch den Bundesabgeordneten Lars Klingbeil hatte sie um Hilfe gebeten. Und der sorgte schließlich für den entscheidenden Durchbruch in Berlin. Er hatte sich wiederholt mit Gudrun Pieper und Sebastian Zinke zusammengesetzt und den Landrat im Boot gehabt, damit dieses Projekt zustandekommen konnte.

Ostermann: „Viele Steine in den Weg gelegt“

Ostermann: „Ich habe auch schon gedacht, das klappt nicht mehr. Wir haben zwei Schritte nach vorn und drei zurück machen müssen.“ Aber trotzdem habe er immer daran geglaubt, dass es ein positives Ende für die Stadt geben werde. „Man hat uns viele Steine in den Weg gelegt“, sagte er in Bezug auf die Bundeswehr und die BIMA, aber nun sei es geschafft. „Es ist für uns alle ein schöner Tag.“

Pieper: Ansiedlung medizinischer Industriezweig

Während Lars Klingbeil betonte, dass es gut sei, dass Politik und Kommune gemeinsam erfolgreich für diese Lösung gekämpft hätten, ging Gudrun Pieper noch einen Schritt weiter. Sie sprach den neuen „Leuchtturm“ Heidekreis-Klinikum an. „Vielleicht könne man hier einen medizinischen Industriezweig ansiedeln.

Die Bürgermeisterin hatte die lange, schwierige Entstehungsgeschichte bis zum Zustandekommen des Gebietsänderungsvertrages mit dem Gemeindefreien Bezirk Osterheide chronologisch dargestellt. Sie sei auf der Hardthöhe im Verteidigungsministerium gewesen, habe mit der damaligen Ministerin Ursula von der Leyen gesprochen und irgendwann ein Ja bekommen für damals 34 Hektar, die als Gewerbefläche für die Stadt benutzt werden dürften. Mit einem Erbbauvertrag, „ aber damit können und müssen wir leben.“

Bundeswehr büßt nichts an Fläche ein

Die Bundeswehr werde nichts an von ihr genutzter Fläche einbüßen, die Stadt könne sich auf der anderen Seite noch mehr wirtschaftlich entwickeln. Und das sei gut so, betonte Thorey.

Sie kündigte an, dass der Flächennutzungsplan der Stadt entsprechend geändert werde. Und dann kann das Gebiet – heute noch eine Acker- und Wiesenfläche, auf der einmal rassige Polospiele der Engländer stattfanden – vermarktet werden. Interesse dafür werde es sicher ganz schnell geben, zeigte sich die Bürgermeisterin sicher.  mü

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