23-Jähriger aus Hodenhagen vor Gericht

Überfall auf Schnellrestaurant

Mediengruppe Kreiszeitung
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Bad Fallingbostel/Verden - Keine Burger, sondern das Geld aus dem Tresor forderten die Täter bei einem Raubüberfall im August 2014 auf ein Schnellrestaurant in der Robert-Koch-Straße in Bad Fallingbostel. Bei einem der Räuber soll es sich um einen 23-Jährigen aus Hodenhagen handeln. Seit Mittwoch muss er sich vor dem Landgericht Verden wegen schweren Raubes verantworten.

Der in Handschellen vorgeführte Angeklagte soll die Tat gemeinsam mit zwei unbekannt gebliebenen Komplizen begangen haben. Zwei maskierte Täter hätten das Schnellrestaurant etwa um Mitternacht betreten, heißt es in der Anklageschrift. Der Hodenhagener habe mit einem Radkreuz auf eine Kasse geschlagen, der zweite Räuber mit einer Schusswaffe einmal in die Luft geschossen.

„Wir waren gerade auf dem Hinterhof, da hörten wir einen Schuss und einen Schrei“, sagte eine Auszubildende gestern im Zeugenstand. Sie sei mit dem Schichtleiter schnell wieder rein. Dieser schilderte, wie ihm die Waffe an den Kopf gehalten und er gezwungen worden sei, den Tresor zu öffnen.

„Mach den Safe auf“, habe der Täter mit der Waffe gefordert. Das Geld hätten die beiden Maskierten in die Handtasche der Kollegin geschmissen. Rund 3500 Euro in bar und Gutscheine im Wert von 75 Euro wurden laut dem Zeugen geraubt. Das Münzgeld ließen die Täter liegen. Dann verschwanden sie genauso schnell, wie sie gekommen waren.

Der Schichtleiter will keinen der Räuber erkannt haben. Die Auszubildende benannte schon frühzeitig den Angeklagten als einen der Täter. Dieser hatte für einige Monate als Teilzeitkraft in dem Restaurant gearbeitet. Einen Tag zuvor sei er mit mehreren Personen dort als Gast gewesen und habe sich auffällig verhalten. Für Verwirrung sorgten die unterschiedlichen Aussagen der Zeugin bei der Polizei und beim Gericht. Sie habe sich vertan, sie habe den Bruder gemeint oder doch beide?

Fortsetzung

am Montag

Die Staatsanwaltschaft dürfte ihre Anklage kaum auf diese Zeugin gestützt haben. Was sie noch an Beweismitteln hat, blieb gestern offen, denn der Prozess beschränkte sich im Wesentlichen auf das Verlesen der Anklage und die Befragung der beiden Zeugen.

Kaum ausreichen dürften die beiden anberaumten Verhandlungstage. Am Montag geht es weiter.

wb

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