Landrat Manfred Ostermann dankt engagierten Männern und Frauen

Reservistenkameradschaft sammelt 21.800 Euro

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Die von Landrat Manfred Ostermann (hinten, 5.v.r.) eingeladenen fleißigen Sammler. 

Bad Fallingbostel - Landrat Manfred Ostermann hatte für Montag ins Kreishaus Bad Fallingbostel eingeladen, um den Mitgliedern der Reservistenkameradschaft (RK) Bereich Fallingbostel-Walsrode für ihre persönliche Leistung zu danken. Sie sammelten den höchsten Ortsverbands-Spendenbeitrag in Deutschland. 21.800 Euro kamen 2017 für die Kriegsgräberfürsorge zusammen, freute sich Ostermann, der als Landrat auch Kreisverbandsvorsitzender ist.

Soldaten in Niedersachsen haben 150.000 Euro gesammelt, Reservisten 80 000 Euro. Mit Charmeattacken erhielten sie viele Geldspenden, sagte Günter Hibbing, Vorsitzender der Kameradschaft. Er und Hans-Heinrich Meyer sind in Walsrode, Fallingbostel und Düshorn bereits bekannt. Die Leute wüssten schon, was komme, wenn beide im September abends durch die Ortschaften liefen und Spenden für die Kriegsgräberfürsorge sammelten. Hibbing dankte dem Landrat: „Wenn Sie uns begleiten, bekommen wir mehr Geld.“

Monika Seidel, Präsidentin des Verbandes der Hermann-Löns-Kreise Deutschlands und Österreichs, erhielt ebenfalls einen sehr persönlichen Dank von Hibbing.

„Jüngere Generation hat nicht mehr so den Bezug zum Thema“

Dieses Jahr möchte der RK-Vorsitzende gerne die 25.000-Euro-Marke knacken. Hans-Heinrich Meyer, der im Kirchspiel Dorfmark 1 370 Euro sammelte, zeigte etwas Wehmut: „Es sind viele großzügige Spender verstorben und die jüngere Generation hat nicht mehr so den Bezug zum Thema. Die interessanten Gespräche sind das Schönste am Sammeln, wir werden immer freundlich empfangen, weil uns jeder kennt.“

Auch Schulen helfen bei der Sammlung. Nadine Plotzky-Zilke von der Oberschule in Rethem vermittelt den Schülern ab Jahrgangsstufe 8 die Zusammenhänge von Krieg und Kriegsgräberfürsorge. Die Schüler seien mit Begeisterung dabei. Besonders gut seien die Informationsunterlagen, die Jan Effinger verteile, lobte sie.

Effinger, Geschäftsführer des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge im Bezirk Lüneburg Stade, bedankte sich herzlich bei den erfolgreichen Sammlern des Heidekreises. Mit den Spenden würden die Gräber im Ausland zu zwei Dritteln finanziert. Zudem werde das Geld für die Jugendarbeit verwendet. Als Historiker betreut er die Jugendarbeit des Volksbundes: „Für den Frieden zu arbeiten, heißt, gegen das Vergessen zu arbeiten.“ 

Gräber im Ausland pflegen und bewahren

Das werde europaweit in Jugendcamps der Kriegsgräberfürsorge erreicht: Deutsche Soldaten sind während der Weltkriege in Russland gefallen, in Polen, Frankreich, Belgien und anderen Ländern. Oftmals sei keine Zeit für ein ordentliches Begräbnis gewesen. Viele der vorläufigen Gräber seien in Vergessenheit geblieben, nicht gepflegt worden oder hinter dem „eisernen Vorhang“ nicht erreichbar gewesen. Die Kriegsgräberfürsorge hat die Aufgabe, die Gräber im Ausland zu pflegen und zu bewahren.

Bei der Jugendarbeit stehe die Pflege der Gräber und Anlagen im Vordergrund. Dabei entwickelten sich Freundschaften, berichtete Effinger. Oberstleutnant Rainer Grygice, der Bundeswehrbeauftragte Nienburg-Bremen, berichtete von jungen Soldaten, die ebenfalls solche Reisen anträten.

Hibbing fand herzliche Worte an die Spender: „Wir werden mit einer solchen Wärme und Freude empfangen, vor allem von den älteren Menschen, das macht mich sehr glücklich.“ - cc

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