Gelungene Premiere der Fulder Theaterspeelers / Begeisterte Zuschauer

Angriff auf die Lachmuskeln

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Dr. Keller dreht durch, weil er in dem Patienten Karl Lagerfels einen Mafiosi vermutet. ·

Walsrode - FULDE · Wer kennt sie nicht, die Worte: „Wer zum Doktor will, der muss kerngesund sein.“ Nicht anders läuft es in dem fidelen Krankenhausbetrieb, den die Fulder Theaterspeelers der Freiwilligen Feuerwehr auf die Bühne brachten. „Wer krank is, mutt kerngesund ween“, hieß die Komödie in drei Akten.

Mit der Auswahl des Stückes, das von Günter Drewes ins Plattdeutsche übersetzt worden ist, hatten die Spielleute den richtigen Riecher gehabt. Die humorvollen Dialoge und die engagierte Spielweise des Ensembles entpuppten sich als Angriff auf die Lachmuskeln.

Das Stück spielt in einem Krankenhaus, in dem fast alles schief läuft, was schief laufen kann. Es gibt einen zerstreuten Professor, seinen Vertreter, der gerne hübschen Frauen nachstellt, und von der neugierigen Putzfrau Olga, die gerne in den Krankenakten stöbert, die gerechte Viagra-Strafe erhält. Da wird auch mal ein Patient im Moorbad vergessen oder einem falschen Blut abgenommen. Und der verwirrte Patient aus der Psychiatrie „vertritt“ den Doktor, wenn er nicht gerade Karl Lagerfels ist.

Richtig turbulent wird es, wenn der Professor die Kontrolleurin der Krankenkasse fälschlicherweise untersuchen will und wegen seiner Bandscheibe auf ihr zu liegen kommt und sich sein Vertreter von der Mafia verfolgt fühlt.

Die Theaterlütt der Fulder Blauröcke zeigten engagiertes und lebendiges Theater. Die Zuschauer erlebten zudem zwei neue Stars auf der Fulder Bühne. Jens Rodewald als Professor und Simone Becker als Kasseninspektorin waren zum ersten Mal mit dabei und spielten ihre Rollen hervorragend. Und auch der sich anschließende Tanzabend mit der „Löönzband“ trug zum Gelingen der Premiere bei.

Gespielt wird die muntere Komödie noch viermal: Am Freitag, 17. Januar, gibt es um 17 Uhr im Fulder Gasthaus eine Spezialvorstellung mit Essen, extra für ältere Besucher der plattdeutschen Bühne. Und hoch her geht es außerdem am 19. und 26. Januar sowie am 2. Februar, jeweils um 19.30 Uhr, im Gasthaus Zur Eiche in Fulde. · hf

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