Erzieherinnen der Rethemer Arche klagen über Verschmutzungen im Londy-Park

Ärger über Hundehaufen und Müll

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Die Kinder mögen die stinkenden Hinterlassenschaften gar nicht.

Rethem - Wenn die Sonne scheint und es wärmer wird, zieht es Jung und Alt ins Freie. Auch die Kinder der Rethemer Arche genießen es, bei schönem Wetter draußen zu sein. Regelmäßig geht es auf Ortserkundung. Beliebt sind Ausflüge zum Rettungszentrum mit Feuerwehr, Johannitern und Polizei. Regelmäßig geht es in den nahe gelegenen Londy-Park. Burghof, Backhaus und Bockwindmühle laden zum Spazieren gehen und Entdecken ein.

Doch die Freude daran ist nicht ungetrübt. „Wir können all dies nur bedingt bewundern. Denn gerade im Park sind unsere Blicke stets nur nach unten gerichtet“, so die Erzieherinnen. Unermüdlich wiesen sie auf die Gefahren am Boden hin: „Achtung, Hundehaufen!“ „Wie gern würden wir unbeschwert durch den Park toben, den Deich erobern oder uns ins Gras legen, aber die Hinterlassenschaften der Vierbeiner bremsen unseren Bewegungs- und Entdeckerdrang. Das stinkt uns.“ Die Erzieherinnen bitten alle Tierfreunde, ein Herz für die Kinder zu haben und die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge zu beseitigen.

„Das Thema regt viele Leute seit langem auf“, weiß die Leiterin der Arche, Dörthe Göritz-Timme. Es sei schwierig, mit 14 Krippenkindern durch den Park zu laufen. Wenn besonders viele Haufen im Park seien, blieben die Jungen und Mädchen in der Karre. „Das ist kein Zustand. Der ganze Kindergarten leidet drunter.“ Die Erzieherinnen regen an, Hundekotbeutel bereitzustellen, die dann natürlich auch benutzt werden müssten.

Probleme verursachten aber auch die Hinterlassenschaften feiernder Jugendlicher im Park. „Der Müll und die Glasscherben an Mühle, Grillplatz und Skateranlage sind gefährliche Fundsachen für kleine Kinder.“ Es sei bestimmt nicht uncool, die Mülleimer zu benutzen.

Bürgermeister Frank Leverenz findet es absolut richtig auf die Verschmutzungen hinzuweisen. „Immer mehr Menschen nehmen keine Rücksicht.“ Dabei stehe jeder den anderen gegenüber in der Verpflichtung. Er fordert die Rethemer auf, nicht wegzusehen und die Müllverursacher oder Hundebesitzer zu bitten, die Hinterlassenschaften zu beseitigen. „Man kann nicht die Polizei durch den Park schicken.“ Ob Hundekotbeutel eine Lösung sind, weiß Leverenz nicht. „Man kann über alles diskutieren.“ Man sollte aber wissen, was das Ganze kostet. Dafür müsse der Steuerzahler aufkommen. Eigentlich stehe der Hundebesitzer in der Verantwortung. „Es ärgert mich, dass Menschen davon ausgehen, dass sich andere darum kümmern den Dreck wegzumachen.“ Er werde die Anregung mit den Hundekotbeuteln aufgreifen. · sal

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