Neue Verordnung

Regeln für Reiserückkehr: Testpflicht für ungeimpfte Urlauber

Die Angst, dass Reiserückkehrer Corona-Varianten einschleppen, wächst in Europa - genau wie die Inzidenzen an sich. Diese Regeln gelten.

Berlin/Hamburg/Bremen/Hannover – In diversen Ländern schießen die Inzidenzwerte in der aktuellen Phase der Coronavirus*-Pandemie in die Höhe: In Frankreich zum Beispiel, wo die Quarantänepflicht für Einreisen nach England bleibt. Oder aber in Dänemark, wo es die höchste Positivrate seit Januar gibt. Oder in Portugal, wo Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hinreisen will. In Großbritannien sinkt die Inzidenz zwar, dafür wurde dort eine neue Mutante entdeckt. Kurzum: Das Virus tobt um Deutschland herum.

Virus:Coronavirus, COVID-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019
Vorkommen:Weltweit

Und das hat jetzt Konsequenzen: Für Rückkehrer, dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) gelten ab Sonntag, 1. August 2021, strenge Testpflichten zum Schutz vor einer größeren Ausbreitung des Coronavirus in der Bundesrepublik.

Testpflicht für Ungeimpfte: Kabinett beschließt neue Testpflicht-Verordnung – Minister Spahn: „Damit reduzieren wir Risiko, dass zusätzliche Infektionen eingetragen werden“

„Alle nicht geimpften Einreisenden nach Deutschland müssen sich künftig testen lassen. Egal ob sie mit dem Flugzeug, Auto oder der Bahn kommen“, hat Gesundheitsminister Jens Spahn nach dem Entschluss des Bundeskabinetts um Bundeskanzlerin Angela Merkel* (CDU) zur neuen Testpflicht in Berlin erklärt. „Damit reduzieren wir das Risiko, dass zusätzliche Infektionen eingetragen werden“, so der CDU-Politiker, der schärfere Maßnahmen schon geplant hatte*. Das Kabinett hat die neue Testpflicht-Verordnung am Freitag, 30. Juli 2021, und damit kurz vorm Ende der Sommerferien in den ersten Bundesländern beschlossen.

Ab Sonntag, 1. August 2021, tritt in Deutschland eine neue Testpflicht-Verordnung in Kraft – dann müssen sich ungeimpfte Reiserückkehrer testen lassen. (ZR Nord-Montage)

Nach der neuen Testpflicht-Verordnung müssen alle Personen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen, einen Nachweis erbringen, dass sie nicht mit dem Coronavirus infiziert oder aber anderweitig geschützt sind. Ob sie dies mit einem negativen Coronatest tun oder aber dem Nachweis, dass sie von einer Corona-Infektion genesen oder vollständig geimpft sind, ist dabei egal. Reiserückkehrer, die sich nicht an die neuen Corona-Regeln halten, müssen mit Geldbußen von bis zu 25.000 Euro rechnen. „Geimpfte und Genesene brauchen keinen Test“, sagt Gesundheitsminister Jens Spahn.

Corona-Inzidenz: Deutschland unterscheidet nur noch zwei Arten von Riskikogebieten – Hochrisiko- und Virusvariantengebiete

Zeitgleich mit der neuen Verordnung zur Testpflicht für ungeimpfte Reiserückkehrer weist die Bundesregierung in Berlin in Zukunft auch nur noch zwei verschiedene Arten von Risikogebieten aus: zum einen Hochrisikogebiete, zum anderen Virusvariantengebiete. Ungeimpfte Rückkehrer aus Hochrisikogebieten müssen zehn Tage lang in Quarantäne, berichtet die FAZ. Sie können sich jedoch nach fünf Tagen freitesten. Rückkehrer aus einem Virusvariantengebiet müssen zwei Wochen in Quarantäne.

Aufgrund dessen, dass es inzwischen einen schwächeren Andrang auf Impfungen gibt, hat Jens Spahn im Zuge der Vorstellung der neuen Testpflicht-Verordnung noch einmal für den Nutzen der Impfungen geworben: Als Geimpfter sei es leichter zu reisen, man spare sich Tests und müsse grundsätzlich nicht in Quarantäne.

„Das Impfangebot an alle im Sommer steht. Wir haben genügend Impfstoff“, teilt der Gesundheitsminister mit. Allerdings gilt für alle, die aus Gebieten mit neuen, besorgniserregenden Virusvarianten kommen, eine Testpflicht ohne Ausnahmen. „Ein Genesenen-Nachweis oder ein Impfnachweis sind in diesem Fall nicht ausreichend“, heißt es in der Testpflicht-Verordnung, die am Sonntag, 1. August 2021, in Kraft tritt.

Inzidenz: Spanien, Türkei und Niederlande wahrscheinliche Infektionsländer – Großteil der Corona-Übertragungen aber im Inland

Corona-Ansteckungen, die wahrscheinlich auf Reisen passiert sind, spielen, wie die dpa berichtet, laut Robert-Koch-Institut (RKI) eine zunehmende Rolle beim Infektionsgeschehen in Deutschland. Als wahrscheinliche Infektionsländer in den betrachteten Wochen vom 28. Juni bis 25. Juli 2021 wurden Spanien, die Türkei* und die Niederlande vor Kroatien und Griechenland genannt. Der Großteil der Corona-Übertragungen passiere aber im Inland – die Rede ist laut RKI von mindestens 81 Prozent. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Steinach/imago & Ralph Peters/imago

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