GartenKultur-Musikfestival: Bayrisches Quintett „Fei Scho“ überzeugt im Syker Vorwerk

Zwischen Feng Shui und Zauberkraft

Eine gelungene Überraschung war die Gruppe „Fei Scho“ in der Hachestadt. ·

Syke - Gut beraten waren am Sonntagnachmittag die Besucher des GartenKultur-Musikfestivals mit eigener Sitzgelegenheit und Regenschirm. Zum einen waren sämtliche Stühle lange vor dem Konzert von „Fei Scho“ belegt, zum anderen hielt die „hochsommerliche“ Wetterlage einen kräftigen Regenguss parat.

Aber solche Widrigkeiten konnten die ausgesprochen gute Laune auf der grünen Wiese des Syker Vorwerks nicht schmälern.

Erstmalig gastierte das bayrische Quintett im hohen Norden und gewann dort von der ersten Minute an eine neue Fangemeinde. Im Gepäck hatten Angela Lex (Flöte, Gesang), Juri Lex (Geige, Gesang), Anschi Hacklinger (barfuß am Bass), Stefan Straubinger (Drehleier, Bandoneon, Gesang) und Martin Lidl (Gitarre, Percussion, Gesang) eine mitreißende Version bayrischer Weltmusik. Die ging in die Füße und Hände und steckte mit ihrer Fröhlichkeit jeden an.

Nicole Giese, Kuratorin des Vorwerks, versprach alpine Musik mit modernen Elementen, was in etwa den fröhlichen Ohrenschmaus beschrieb.

Schon der Name „Fei Scho“ der 2003 gegründeten Band macht neugierig, lässt sich aber nicht eindeutig übersetzen. Die Bedeutung läge zwischen Feng Shui und den Zauberkräften einer Fee, ist in der Beilage der neuen CD „Ungrantig“ zu lesen. Egal wie, „Fei Scho“ brachte Altes mit Neuem zusammen und spielte sich in die Herzen des begeisterten Publikums. Die gelegentlichen Übersetzungshilfen wurden dankbar angenommen, denn nicht nur bei der Behauptung „Summa is kumma“ oder der Frage „Diandl wuist an Edelknabn?“ haperte es anfangs. Dann fiel aber bei den meisten Zuhörern so langsam der Groschen, und die Sehnsucht eines Gitarristen nach dem Lagerfeuer brauchte keine Hilfe mehr. „Das passt scho“ wird sicherlich so mancher als Bemerkung mitgenommen haben.

Nur das Wetter passte nicht so richtig. Ein dicker Schauer ließ so machen von der Wiese fliehen. „In Bayern regnet es auch“, war indes ein schwacher Trost. Aber die meisten Gäste suchten in Hörweite nur Schutz unter den Sonnenschirmen, die Schlange an der wetterfesten Grilltheke wurde lang. Und als sich der Regen verzog, war auch die Kulisse für die Musiker wieder in Ordnung.

Mit ihrer Musik – eine respektvolle Weiterentwicklung eigener Traditionen – erwies sich die sympathische Gruppe als gelungene Überraschung in der Hachestadt. Frei von Klischees und mit einer Portion nötigen Selbstbewusstseins mischten sich moderne und fremde Stilmittel zur bayrischen Weltmusik. „Kommt bald wieder“, möchte man da nur  hoffen. · ak.

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