„Syndikat“ soll bis zur Bewerbungsfrist im Herbst 2011 eine Machbarkeitsstudie vorlegen

Zweiter Anlauf für Gartenschau

Pflanzenvielfalt – am besten in Themengärten – begeisterten die Besucher der Landesgartenschau 2010 in Bad Essen. Archivfoto: dpa

Br.-Vilsen - (ah) · Ist der Flecken Bruchhausen-Vilsen in der Lage, die Landesgartenschau 2014 auf die Beine zu stellen ? Diese Frage soll eine Machbarkeitsstudie klären, für die der Rat in nicht-öffentlicher Sitzung grünes Licht gegeben hat. Bis zur Bewerbungsfrist im Herbst kommenden Jahres soll das Vilser Architekturbüro „Das Syndikat“ ein entsprechendes Konzept vorlegen.

Der Ratsbeschluss beinhaltet die finanzielle Beteiligung der Gemeinde von zehn Prozent der Kosten für die Studie, maximal 15 000 Euro. Den Löwenanteil will das „Syndikat“ über Sponsoren einwerben. „Mit unserem Beitrag verpflichten wir uns nicht zu einer Bewerbung“, stellt Bürgermeister Peter Schmitz klar. Soll heißen: Legt die Studie unabschätzbare Risiken für die Gemeinde offen, zieht sich der Flecken zurück. In der Regel hätten bisherige Gartenschauen jedoch mindestens „eine schwarze Null“ geschrieben.

Es ist bereits der zweite Anlauf der Architekten, diese publikumswirksame Veranstaltung in die Region zu holen. Der erste Versuch vor zwei Jahren war frühzeitig an der Nachbargemeinde Syke gescheitert. Die konnte sich nicht mit der Idee des „Syndikats“ anfreunden, eine gemeinsame Landesgartenschau entlang der „Kaffkieker“-Strecke von Eystrup nach Syke zu entwickeln. „Jetzt konzentriert sich das Konzept nur auf den Flecken“, erklärt Gemeindedirektor Horst Wiesch.

Von der Schau verspricht er sich einen enormen Schub für Bruchhausen-Vilsen – so wie ihn die nordrhein-westfälische Kleinstadt Hemer in diesem Jahr erlebt hat. „Die Gartenschau hat uns 20 bis 25 Jahre Vorsprung in unseren Investitionen und im Standortmarketing verschafft“, sagte Bürgermeister Michael Esken Anfang November während eines Workshops zu Ergebnissen zurückliegender Schauen. An dem Treffen hatten auch die „Syndikat“-Architekten Martin Heller und Horst Burmester sowie Jutta Filikowski vom „TourismusService“ teilgenommen. Nicht nur der Flecken und die übrigen Mitgliedsgemeinden würden laut Wiesch von der Veranstaltung profitieren. „Sie hätte eine Ausstrahlung bis Hoya, Syke und Nienburg.“

Wegen der kurzen Vorbereitungszeit auf die Landesgartenschau 2014 räumt das „Syndikat“ einer Bewerbung gute Chancen ein. Sollte die Gemeinde abgelehnt werden oder die Studie von vornherein von einer Bewerbung abraten, sieht Schmitz trotzdem Vorteile für Bruchhausen-Vilsen. Dann zeige das Konzept einen Weg auf, „wie wir den Flecken touristisch weiterentwickeln könnten“. Schmitz verweist auf das Beispiel der Stadt Wiesmoor. Die hatte ihre Bewerbung für die Schau zwar zurückgezogen, nach Auskunft ihres Wirtschaftsförderers Gerold Schoon aber bereits von der Machbarkeitsstudie profitiert. Diese habe „einen Prozess in Gang gesetzt“.

Mit dem Tourismuskonzept der Samtgemeinde kollidiert die Machbarkeitsstudie laut Schmitz nicht. Im Gegenteil: Dort beschäftige sich eine Arbeitsgruppe mit dem Thema „Veranstaltungen“, und darunter falle ja auch eine Landesgartenschau. Deren Schwerpunkte im Flecken wären laut Wiesch der historische Ortskern, der Kurpark, der Wasserspielplatz und der Heiligenberg. Schmitz könnte sich auch Maßnahmen im Bereich der Trahe vorstellen.

Aus der Gästestrukturanalyse zur Landesgartenschau 2010 in Bad Essen geht hervor, dass den Besuchern die Themengärten am besten gefallen haben. Kinderspielangebote standen nicht so hoch im Kurs. Wen wundert’s: Im Durchschnitt waren die Besucher 61 Jahre alt.

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