„Sulinger Bürgersolar GbR“ will Photovoltaikanlage erweitern

Zuwachs auf dem Schuldach

Stellten gestern ihr Projekt vor: Lars Brettschneider und Michael Harimech (r.), Geschäftsführer der „Sulinger Bürgersolar GbR“.
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Stellten gestern ihr Projekt vor: Lars Brettschneider und Michael Harimech (r.), Geschäftsführer der „Sulinger Bürgersolar GbR“.

Sulingen - „Wenn die ‚E.ON Avacon‘ mitmacht, bauen wir schon in den Sommerferien.“ Lars Brettschneider und Michael Harimech geben sich zielstrebig. Die beiden Geschäftsführer der „Sulinger Bürgersolar GbR“ stellten gestern die Überlegungen vor, die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Grundschule an der Schmelingstraße zu erweitern. Der Verwaltungsausschuss der Stadt hatte Ende vergangener Woche einer entsprechenden Modifizierung des Pachtvertrages für die Dachflächen des Schulgebäudes zugestimmt.

Brettschneider und Harimech vermeiden den Begriff „Erfolgsgeschichte“, räumen aber ein, dass sie, als die bereits bestehende 30 Kilowatt Peak (kw/p) starke Anlage Ende 2007 ans Netz ging, nicht mit einer Entwicklung der Ertragssituation gerechnet hatten, wie sie sich heute darstellt.

45 Gesellschafter, überwiegend Mitbürger aus Sulingen, aber auch Investoren aus Siedenburg beziehungsweise Diepholz zeichneten im Sommer 2007 insgesamt 146 Gesellschaftsanteile im Wert von jeweils 1 000 Euro, um die Ursprungsidee zu realisieren. Motoren der „Bürgersolar GbR“ waren laut Mitteilung der Geschäftsführer seinerzeit der Sulinger Hartmut Wagner und Sulingens Bürgermeister Harald Knoop, die die Idee des Projektes unter dem Motto „Von Sulingern für Sulinger“ umgesetzt wissen wollten. „Sicher auch, um der Solarbewegung in unserer Stadt neuen Schub zu geben“, erinnert Michael Harimech. Das Bürgerprojekt sei seinerzeit eines der ersten dieser Art im Landkreis Diep-holz gewesen.

Brettschneider: „Heute sind wir in der Lage, die mögliche Erweiterung aus den Rücklagen zu finanzieren – trotz der vereinbarten Ausschüttungen an die Gesellschafter.“ 35 000 Euro wollen die Gesellschafter der GbR aus dem Gesellschaftskapital in die Erweiterung der Anlage um weitere 20 kw/p investieren. „Vorausgesetzt, dass die ‚E.ON Avacon‘ die erforderliche Infrastruktur zur Verfügung stellt“, wiederholt Michael Harimech. „Wir befinden uns in Gesprächen.“

Grundschulleiter Heiko Reese stehe dem Projekt positiv gegenüber. Sicherlich nicht nur, weil die Gesellschaft jährlich einen Beitrag in die Kasse des Schul-Fördervereins fließen lässt oder „Schule“ einen Teil des auf dem Dach produzierten Stroms „zu günstigen Konditionen“ (O-Ton Harimech) selbst nutzen kann.

Lars Brettschneider: „Ursprünglich hatten wir nur über eine Erweiterung um drei kw/p nachgedacht, Heiko Reese und Hausmeister Ralf Horstmann haben uns dann dazu gebracht, das Projekt richtig anzufassen.“ Beide Gesellschafter zeigen sich erfreut darüber, dass der Verwaltungsausschuss hinter dem Projekt steht. Michael Harimech: „Jetzt gilt es nur noch, die ‚E.ON Avacon‘ mit ins Boot zu holen.“ · oti

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