Hospizverein Dasein eröffnet Treffpunkt und Beratungsstelle an der Langen Straße

Ein Zuhause schaffen und Präsenz zeigen

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Beim „Tag der offenen Tür“ in den neuen Räumen des Hospizvereins Dasein (v.l.): Werner Schneider, Elisabeth Pohlmann (Einsatzleiterin), Beate Beck (zweite Vorsitzende), Ines Heidemann (erste Vorsitzende), Ute Gorten-Dinkel und Hans-Werner Schwarz. ·

Diepholz - DIEPHOLZ · Großes Interesse am neuen Domizil: Die vielen Besucher beim „Tag der offenen Tür“ zur Eröffnung der Treffpunkt und Beratungsstelle des Diepholzer Hospizvereins Dasein dokumentierten dem Verein Achtung und Interesse. Aus ihren Gesprächen war immer wieder zu hören, dass sie die ehrenamtliche Arbeit schätzen und anerkennen.

Sie sei „lebensnotwendig“, denn der Tod stehe jedem Lebenden bevor. Das menschliche Leben sei von seinem Beginn bis zu seinem Tod als ein Ganzes zu sehen. In Grenzsituationen, wo Schwerstkranke und Todkranke, und auch immer ihre Angehörigen, Begleitung, Entlastung und hohes Einfühlungsvermögen in der letzten Zeit bräuchten, stenden durch den Verein ausgebildete Kräfte zur Seite. Ihr lange angestrebtes Ziel war es, mitten in Diepholz zwischen Geschäftswelt und historischem Kern an der Langen Straße 38 als Verein „da zu sein“.

Fast beschwingt, ja lebensfroh zu nennen, war der Auftakt in den Tag mit dem musikalischen Anspiel der jungen Pianistinnen Nhu und Vy Nguyen mit ihrer Lehrerin Monika Zilke. Ines Heidemann, Vorsitzende des Vereins, begrüßte in den ansprechend gestalteten Räumen des ehemals Schraderschen Hauses im 85 qm großen Ladenlokal gegenüber der St. Nicolai Kirche gut 180 Besucher. Mit diesen Räumlichkeiten wolle der Verein sich ein „Zuhause“ schaffen und in Diepholz zentrale Präsenz zeigen. Jetzt könnten sie jederzeit Fortbildungen, Beratungen, Mitarbeitertreffen, Trauer-, Netzwerk- und Vorstandsgespräche durchführen.

Als feste Wochentermine mit jeweils zwei Ansprechpartnern sei der Beratungs- und Treffpunkt dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr vorgesehen. Es sei aber durchaus möglich, zum Hospizverein passende Themenangebote fremder Anbieter gegen eine Kostenbeteiligung aufzunehmen.

Ines Heidemann dankte dem südoldenburgischen Vermieter für das Entgegenkommen bei der Miete und weiteren Sponsoren, bestehend aus den Firmen Koopmann, Vullriede, Beeth und Thomas, für die Herrichtung der Räume.

Beeindruckt von dem großen Schritt des Vereins meldete sich stellvertretender Landrat Werner Schneider zu Wort. „Ihre Erfahrung und der Schritt ins öffentliche Leben hinein zeigen, dass Ihre Präsenz in Diep-holz notwendig ist und gebraucht wird.“ Ihm sei spontan die Idee als Möglichkeit der Mitfanzierung gekommen, vielleicht „Zeitaktien“ anzubieten, um sich im Voraus eine gewisse Zeit zu sichern.

Aus der Hand vom stellvertretenden Bürgermeister Hans-Werner Schwarz erhielt der Verein ein Starterpaket. Das Publikum schmunzelte, denn zum Inhalt gehörten Brillenputztücher, Büromaterial, PC-Stick, Schreibblock und eine Flasche Sekt. Zahlreiche Ratskollegen, viele Vertreter aus Vereinen und Institutionen sowie Diepholzer und Freunde von außerhalb nutzten den Tag zur Kontaktaufnahme.

Am Spätnachmittag schloss der Hospizvereinvorstand mit dem guten Gefühl die Türen der eigenen Räumlichkeiten. Sein Fazit: „Die Wanderung durch Gasträume nach fast zwölf Jahren vom Gründungsjahr 2002 an, hat ein Ende. Wir sind gut angekommen und angenommen und setzen ermutigt unsere Arbeit fort.“ · hb

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