Der Verein Rund um‘s Syker Rathaus will im neuen Café an der Waldstraße eine Begegnungsstätte schaffen

Ein Zuhause für alle Bürger

Das restaurierte Fachwerkhaus Waldstraße 3 im warmen Licht der Wintersonne.

Syke (vog) · Waldstraße 3 fertig, Waldstraße 1 zurückgekauft, alte Posthalterei längst bezogen – der Verein Rund um‘s Syker Rathaus (RuSR) könnte sich zurücklehnen und sich nur noch um das Café in der alten Postscheune Waldstraße 3 kümmern. Will der Verein aber nicht.

Café „Alte Posthalterei“.

Er wird sich auch künftig um andere alte Häuser kümmern. Das bekräftigten die Mitglieder auf einer Versammlung am Freitagabend. Unterstützung erfuhren sie dabei aus berufenem Mund. Bügermeister Dr. Harald Behrens und Heinz Riepshoff vom Bauernhausarchiv animierten den Verein, sich künftig auch anderen erhaltenswerten Gebäude  zuzuwenden. Riepshoff betonte, dass der Verein seine Erfahrungen in die Diskussion um den Erhalt historischer Syker Bausubstanz gut einbringen könne. So sah es auch die Versammlung. Eines dieser in den Fokus genommenen Gebäude könnte eine alte Fachwerkscheune am Lindhof sein.

Der Blick nach vorn begann im Café „Alte Posthalterei mit einem Blick zurück. Der Vereinsvorsitzende Johannes Huljus bedankte sich bei den vielen aktiven Vereinsmitgliedern und Helfern für das Engagement, ebenso bei Volkshochschule und Stadt Syke für die Finanzierung der umfangreichen  Arbeiten.

„Es war eine schöne, nicht immer reibungsfreie, aber letztlich immer kreative Zusammenarbeit“, erklärte der Vereinschef. Entstanden sei auf diesem Weg ein kleines Syker  Schmuckstück.

Als eine besonders schöne und ermutigende Entwicklung bezeichnete Huljus einerseits die alte „Rentner-Band“, die bei der Renovierung geholfen habe, und andererseits das neue, ebenfalls ganz aus Freiwilligen bestehende Café-Team (23 Personen). „Sie kamen und blieben“, meinte Huljus bildhaft.

Die zukünftige Nutzung des Cafés erläuterten Huljus und Volkshochschuldirektor Gerd Thiel.

Danach soll die Einrichtung nicht nur mit hausgemachten Torten locken. VHS, Verein und Stadt wollen sie auch als Begegnungsstätte für Ausstellungen, Lesungen und Vorträge entwickeln – insbesondere als Ort interkulturellen Austausches. Dazu wurde inzwischen eine Programmgruppe eingesetzt, die sich auch mit sonstigen Veranstaltern in Syke abstimmen wird.

Daraus ergibt sich für den Verein künftig ein Schwerpunkt in der Arbeit, den er auch satzungsgemäß neu fixiert hat. RuSR will den Dialog fördern zwischen den ethnischen und sozialen Gruppen. Dazu will er, vielleicht monatlich, Veranstaltungen mit Personen aus unterschiedlichen Kulturkreisen anbieten. Das Ideenspektrum reicht von Kunstausstellungen bis zu politisch-sozialen- interkulturellen Themen mit Informationsabenden oder Nachmittagen. Ziel sei die „Begegnung und das bessere Verstehen zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und damit letztlich die praktische Förderung des Gedankens der Völkerverständigung“.

Den zweiten Schwerpunkt sieht der Verein in seinem ursprünglichen Gründungsgedanken – weitere historische Gebäude in Syke zu erhalten. Gedacht ist zum Beispiel an den Fachwerkspeicher auf dem Lindhof.

Huljus äußerte abschließend die Hoffnung, dass das Kultur-Café in diesem Sinne zu einem kleinen und geschätzten Zuhause für viele Syker Bürger und ihre Gäste werden möge.

Neu im Gremium der Beisitzer ist Henning Grewe. Der Künstler berät den Verein bei künstlerischen Veranstaltungen. Die Mitgliederversammlung beschloss eine Anhebung des Jahresmitgliedsbeitrags von zehn auf 15 Euro. Zudem soll das Sponsoring aktiviert werden, um Verbindlichkeiten des Vereins aus der Erst-Anschaffung der Café-Einrichtung bezahlen zu können.

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