Bündnis für Demokratie und Toleranz zeichnet Projekt der Christian-Hülsmeyer-Schule aus / Barnstorfer bei Festakt in Bad Nenndorf

Ziviles Engagement – ideenreich und wirkungsvoll umgesetzt

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Aus Barnstorf waren zur Preisübergabe nach Bad Nenndorf gereist: Bürgermeisterin Elke Oelmann, der Vorsitzende des Fördervereins Jörn-Dieter Bergel, die Lehrerinnen Dorit Schierholz und Sabine Klatte, Reinhold Bömer vom VNB (Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen) und Schüler der Christian-Hülsmeyer-Schule. Die Urkunde für die ehemalige Klasse R10g nahm Lucas Brüggemann in Empfang.

Barnstorf - Bereits im vergangenen Jahr wurde das Projekt der Christian-Hülsmeyer-Schule, „Wir können auch anders!“, als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ vom Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) ausgewählt.

In Bad Nenndorf ging nun die Preisverleihung über die Bühne; mit dabei war auch eine Gruppe aus Barnstorf mit Vertretern von Schule und Gemeinde. Bei dem Festakt überreichte ihnen Prof. Dr. Roland Eckert, Professor für Soziologie und Mitglied im Beirat des BfDT, die Urkunde.

Ausgezeichnet wurden insgesamt acht Projekte aus Niedersachsen, die sich alle engagiert zivilcouragiert in der Gesellschaft einsetzen. Bei dem Festakt in der Europaschule wurde das umfangreiche Projekt der Klasse R10g vorgestellt und dabei das besondere Engagement der Klasse hervorgehoben.

Im Rahmen einer Geschichtswerkstatt hatten sich die Schüler intensiv mit dem Schicksal und der Geschichte der Juden in der Gemeinde Barnstorf befasst. Seit 2009 recherchierten sie unter Anleitung ihrer Lehrerin Dorit Schierholz und stellten dabei alle Informationen in zwei Veröffentlichungen sowie einer Ausstellung, die im Bahnhofsgebäude zu sehen ist, zusammen.

Als im November 2010 die erst zwei Monate zuvor verlegten Stolpersteine, die an jüdische Schicksale der Stadt erinnern sollten, mutwillig zerstört wurden, setzte die Schulklasse ihre Arbeit fort. Sie machte sich für die Neuverlegung der Stolpersteine stark und recherchierte gezielt die jüdische Geschichte der Stadt. Entstanden sind im Rahmen der Geschichtswerkstatt die Publikationen „Barnstorf: Hier Barnstorf! Geschichte und Geschichten rund um den Bahnhof“ und „...damit alle Spuren weggewischt werden! Ausgrenzung, Vertreibung und Zerstörung des jüdischen Lebens in Barnstorf“. Des Weiteren stellte die Klasse einen Antrag zur Benennung der neugebauten Sporthalle nach einem jüdischen Mitbegründer des Sportvereins, Moritz Wesermann.

In seiner Laudatio betonte Eckert vor allem die ideenreiche, breite und wirkungsvolle Umsetzung zivilen Engagements und wünschte der Gruppe aus Barnstorf weiterhin viel Erfolg.

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