Mahmut Alicioglu absolviert die Werkerausbildung bei „Bethel im Norden“

Zielstrebig in den Beruf

Mahmut Alicioglu aus Sulingen wird in einem halben Jahr die Werkerausbildung beenden.

Freistatt - (sis) · Der junge Mann möchte in einem halben Jahr seine Ausbildung beenden, eine Arbeitsstelle finden. Weitere Zukunftsträume? „Eine Familie gründen, glücklich sein.“ Der 20-jährige Sulinger ist auf dem besten Wege, all das zu erreichen, denn er nutzt die Chancen, die sich ihm bieten.

Wer weiß, wieviele mehr sich ihm bieten würden, würde in seinem bundesdeutschen Pass nicht Mahmut Alicioglu stehen.

„Ich wollte Maurer werden, doch das hat nicht geklappt“, erzählt Mahmut Alicioglu. Statt dessen wurde er auf die „Werkerausbildung“ (siehe auch nebenstehenden Text) von „Bethel im Norden“ aufmerksam. Mahmut Alicioglu entschied sich für die Ausbildung als Gartenbaufachwerker.

Bestandteil seiner Ausbildung war ein Praktikum in einem Fachbetrieb. Einen solchen Platz fand Mahmut Alicioglu in Nienburg. Das Team dort gefiel ihm, die Atmosphäre stimmte – Mahmut hält seitdem Kontakt zur Firma. Sein Ziel: Nach dem Ende der Ausbildung in Freistatt dort eine Anstellung finden.

Oft genug ist bereits der Name auf einer Bewerbung Grund, warum der vielleicht geeignete Bewerber nicht einmal zum Vorsprechen eingeladen wird. Ein Praktkikum ermöglicht beiden Seiten, sich ganz zwanglos zu „beschnuppern“.

In Zeiten, in denen allerorten von Integration gesprochen wird, ist das für Mahmut Alicioglu nichts Besonderes. Im Gegenteil: Seit ein paar Monaten besitzt er die deutsche Staatsbürgerschaft, geboren wurde er in der Türkei. Die Familie gehört der Volksgruppe der Kurden an. Mahmut ist das älteste von fünf Kindern, die untereinander Deutsch sprechen. Er will Vorbild sein für seine drei jüngeren Brüder, seine Schwester ist bereits verheiratet. „Jeden Tag zuhause sitzen ist langweilig“, sagt der junge Mann.

Ein Cousin wohne in Nienburg, deshalb wäre es eine „super Option“ für ihn, könne er in seinem Praktikumsbetrieb, der über Teichbau, Pflaster- und diverse Gartenbauabeiten alles in seinem Fachbereich anbiete, eine Anstellung finden. Würde Mahmut Alicioglu diese Anstellung erhalten, könnte er eine zweijährige Ausbildung beginnen, an deren Ende er ausgebildeter Gärtner wäre.

Für Jürgen Neddermann, Leiter der Werkerausbildung, sind das keine Flausen, sondern durchaus realistische Zukunftsperspektiven für seinen Schüler. Seit elf Jahren betreut er die Werkerausbildung bei „Bethel im Norden“. Die handwerklichen Tätigkeiten sind mit Bedacht ausgewählt, da Erfolge für die Jugendlichen greifbar sind: Ob Gartenbauarbeiten oder Pflasterungen – das Ergebnis sieht man sofort. Bei der Werkerausbildung treffen Schüler und Lehrer gemeinsam die Entscheidung, welche Fachrichtung eingeschlagen wird, Fähigkeiten und Eignung spielen, wie andernorts auch, die entscheidende Rolle.

Für Mahmut Alicioglu steht derzeit die Werkerausbildung an erster Stelle. Für Hobbies oder eine Freundin ist dann später einmal Zeit. Seine Zukunftsträume sollen Realität werden, deshalb nutzt er die Chancen, die sich ihm bieten.

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