Grüne präsentieren sieben Kandidaten

„Ziel ist eigenständiger Ortsverband“

Bassum - Frischen Wind in die Bassumer Politik wollen die Grünen/Bündnis 90 bringen und haben am Mittwochabend die neue Kandidatenliste für den Stadtrat (Kommunalwahl am 11. September) präsentiert. Zur Überraschung waren Rainer Dambroth und Klaus Pajenkamp nicht mehr dabei.

Nach Aussage von Eike Sellmer hätten beide am 27. Mai ihre Kandidatur niedergelegt (siehe auch Artikel „Dambroth kandidiert nicht mehr“ auf dieser Seite). „Uns blieb nur drei Wochen Zeit, neue Kandidaten zu finden“, berichtet Eike Sellmer. Nachfragen im Freundes- und Bekanntenkreis brachten Erstaunliches hervor: die Bereitschaft, sich einzubringen, ist bei vielen groß. Auf der neuen Liste stehen nun sieben Personen: Torsten Eggelmann (Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin), Rainer Hartmann (Professor für Freizeit- und Tourismusmanagement), Eike Sellmer (Lehrerin), Michael Jahnke (Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin), Kristian Schröder (Diplom-Ingenieur Produktionstechnik), Hella von Beckerath (Künstlerin und Grafikdesignerin) sowie Jürgen Schäfer (Diplom-Ingenieur Maschinenbau).

Ziel der Grünen sei es, einen eigenständigen Ortsverband zu gründen. Allen gemeinsam ist, dass sie das „Gefühl haben, die Politik in Bassum braucht neue Ziele und Visionen, ein Leitbild für die langfristige Entwicklung“.

„Wir möchten helfen, Bassum zu einer lebens- und liebenswerten Stadt zu gestalten. Die Bassumer sollen wieder stolz auf ihre Stadt sein und sich mit ihr identifizieren“, heißt es in dem Programm.

„Wir denken nicht in Fraktionen, wir wollen Politik für Bassum machen und freuen uns über alle, die uns dabei unterstützen. Wir wollen eine bewusste Abgrenzung vermeiden, sondern uns permanent und themenbezogen öffnen“, erläutert Hartmann die Arbeitsweise. Die Sieben sehen sich als Gruppe, einen Sprecher gibt es nicht. Alle zusammen kommen aus unterschiedlichen Berufen, „so decken wir ein breites Spektrum an Themen ab“, sagt Sellmer.

Zu nennen wären da unter anderem Wirtschaft und Energiepolitik (keine Massentierhaltung, Stärkung des lokalen Einzelhandels, nachhaltiges Wirtschaften, Förderung des ökologischen Landbaus, Förderung der regenerativen Energien); Freizeit, Kultur und Sport (Entwicklung bedarfsgerechter Angebote, Verbesserung der Sportanlagen, Sanierung und Erhaltung des Hallenbades, Attraktivierung des Naturbades, Förderung der Kultur); Bildung in Bassum (Unterstützung des Ganztagsangebots, Erhalt der Förderung Brückenjahr, Einsatz für Sozialpädagogenstelle an der Schule, Engagement zur Gründung von Gesamtschulen, Förderung der Inklusion) und nicht zuletzt das Thema Stadtentwicklung (autofreie Sulinger Straße, Aufwertung des Bahnhofes, barrierefreies Bassum). · al

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